5.8/10
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Appearance 6
Aroma 5
Flavor 6
Texture 6
Overall 6
Glasklar und hell golden im Glas. Für die Schaumentwicklung muss man etwas rabiater einschenken und hält trotzdem nicht lange. Der Geruch ist malzig, blumig und leider auch ganz minimal muffig. Geschmacklich dann malzig / getreidig, milde Noten von gekochten Früchten. Der Hopfen kommt erst im Endteil so richtig durch. Medium Carbonisierung. Das Bier wirkt durchaus gehaltvoll, ist aber seltsamerweise trotzdem nicht direkt geschmacksintensiv. Wirklich nichts stört hier, das lässt sich sehr gut trinken - aber echte Begeisterungsstürme bleiben auch aus. Auf dem Etikett steht „Pils“, finde aber dazu müsste es etwas hopfiger und „crisper“ sein. Auch die 5,2 % Alk. kommen mir relativ hoch für ein Pils vor. Die Einordung hier auf Ratebeer „Pale Lager - International / Premium“ passt also schon ganz gut. Fast alle Brauereien im ehemaligen Ostblock, vom Baltikum bis runter nach Jugoslawien, sind inzwischen in den Händen von AB InBev, Heineken, Carlsberg, Molson Coors oder wie in diesem Fall von Asahi. Und alle stellen sie ein und dasselbe Bier her. Manchmal nennen sie es „Pils“, manchmal „Lager“, manchmal nur „Bier“. Aber es bleibt immer das gleiche gesichtslose Industriebier, nur mit minimalen Abwandlungen. Besser als das was da in Amerika vom Fließband rollt, aber trotzdem nie wirklich toll. In anderen Ländern mag es keine Alternativen geben, aber in Deutschland gibt es wirklich absolut keinen Grund sowas zu saufen. Die örtliche Brauerei macht ganz sicher ein besseres Bier und sorgt zudem für Arbeitsplätze in der Region.
Tried
on 21 Nov 2024
at 22:37