6.4/10
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Appearance 10
Aroma 6
Flavor 5.5
Texture 6
Overall 6
Austern und Stout hat ja Tradition... aber Austern im Stout? Man darf gespannt sein... Optisch tiefschwarz mit marginal roten Reflexen. Die hell- bis mittelbraune, mittelporige Schaumkrone hält dabei mäßig gut. Im Duft kräftig röstig malzig mit einer typisch Kaffee-Note, einer zarten dunklen Schokonote und vielleicht sogar einen Hauch kokelig-rauchig, aber auch metallisch-mineralisch. Der Antrunk kommt sehr kräftig röstmalzaromatisch, dementsprechend auch sehr bitter und leicht salzig. Das Mundgefühl zeigt einen kräftigen, malzintensiven Körper mit weicher Rezenz, leicht cremiger Textur und prägnanter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren, wie schon erwartet, die kräftigen und sehr herben und leicht säuerlichen Röstmalznoten (Espresso Doppio) mit ihrer leichten Rauchigkeit. Dazu mischen sich Noten von Seetang, Seealgen/Wakame. Letztendlich ein Mix aus wenig Süße, leichter Röstmalzsäure und kräftiger Bittere - dazu noch salzig und umami. Man muss schon sagen, dass diese Kombination irgendwo verrückt ist, aber durchaus harmoniert und es wohl Sinn macht, Austern mit Stout zu pairen. In diesem Fall wirken aber sehr viele konträre Geschmäcker und Aromen zusammen, sodass es extrem schwierig ist, dieses Bier zu fassen und das Thema Drinkability komplett beiseite geschoben werden muss. Im Nachtrunk wirken die röstigen Malznoten gemeinsam mit der Geschmacksrichtungen umami, leicht süß, marginal säuerlich, zart salzig und kräftig bitter gut und lange nach. Am Ende bleibt eine kräftige Bitterkeit mit einer undefinierbaren Aromatik (vielleicht von den Austern) scheinbar unendlich lange stehen. Mein Fazit: Hochgenuss ist wahrscheinlich etwas anderes. Aber die Einzigartigkeit und die Kreativität dieses Bieres sind unbestritten. Extreme in sämtliche Richtungen, aber definitiv kein Bier für die breite Masse.
Tried
from Can
on 14 Jul 2024
at 12:33