3.6/10
—
Appearance 4
Aroma 6
Flavor 4
Texture 1
Overall 2
Die Optik zeigt sich sehr dunkelbraun und trüb mit orangefarbenen Reflexen. Die wässerige Schaumkrone fällt sofort wieder in sich zusammen. Die Duftaromatik präsentiert sich süßlich, röstig und dunkelmalzig mit leichtem Charakter von Kaffee und Holz. Überaus kräftig lassen sich jedoch die Gewürznoten von Lebkuchen wahrnehmen. In erster Linie vermischen sich dabei leicht teigige Nuancen mit den kräftigen Noten von Sternanis und Aranzini. Ziemlich ungewöhnlich, aber lassen wir uns überraschen. Der Antrunk kommt sehr sanft rezent und wirkt schwer. Aromatisch macht sich hauptsächlich Sternanis bemerkbar. Diese Würze und leichte Schärfe, die an Laktitze erinnert, lässt mich persönlich vorsichtig werden. So richtig überzeugen mag mich dieses Bier bislang nämlich noch nicht. Am Gaumen wirkt plötzlich alles wesentlich voller, runder und harmonischer. Den leicht röstigen, dunkelkaramelligen, zartherben Malznoten mischen sich sehr deutliche Lebkuchennoten hinzu. Mir persönlich sind die würzig-scharfen Noten von Sternanis oder Anis zu präsent. Das erinnert zu sehr an Lakritz und das Gesamtbild ist dafür für mein Empfinden etwas zu wenig süß. Über Mundgefühl und Süffigkeit will ich in diesem Fall nicht zu viel verlieren. Im Nachtrunk wirken die überaus würzigen Noten absolut gut nach. Es trifft aber überhaupt nicht meinen Geschmack. Relativ spät stellt sich eine leichte Herbe ein. Mein Fazit: Etwas weniger Gewürz, etwas mehr Süße und ich würde dieses Bier vielleicht lieben. Aber alles was sich im Bereich von Lebkuchengewürz bewegt, ist eine heikle Angelegenheit.
Tried
from Can
on 26 Dec 2022
at 19:31