Bierfachmann und Diplom Biersommelier
Activity
7.1/10
—
Appearance 7
Aroma 8.5
Flavor 7
Texture 6
Overall 6.5
Wie schön, dass sich solche Biere bei gleichbleibenden und dunklen Verhältnissen sehr gut lagern lassen...
Die Optik präsentiert sich in zart opaltrübem kastanien- bis mahagonibraun mit rotbraunen Reflexen. Die feinporige, nussbraune und wässerig-flaumige Schaumkrone wird langsam grobporiger und hält dabei mäßig gut. In der Nase vernimmt man vielfältige Noten von Karamell, leichtem Röstmalz, zartem Rauch, aber auch überreifen bis dörrobstartigen und leicht likörigen Fruchtnoten von Kirsche, Pflaume und Erdbeere. Der Antrunk kommt breit malzig, karamellig bis schokoladig, röstig herb, reiffruchtig bis dörrobstartig und likörig. Das Mundgefühl zeichnet sich durch einen vollen Körper mit sehr feiner Rezenz, seidiger Textur und röstig-herber Trockenheit aus. Geschmacklich und aromatisch wird es komplex... Einerseits röstig-herbe Noten von dunklem Karamell, dunkler Schokolade und zarter Rauchigkeit, andererseits reife, dörrobstartige bis likörige Fruchtnoten von Pflaume, Kirsche, Erdbeere, Zwetschgenröster, schokolierte Früchte bzw. schokolierte Likörfrüchte (Mon Cheri). Beachtenswert erachte ich die Tatsache, dass sich die gesamte Aromatik trotz hohem Restextrakt (lediglich 7,4 % Alkohol bei 18,0 °P) deutlich auf die herbe Seite schlägt und die Restsüße sehr gut maskiert, sodass man diese lediglich sehr subtil wahrnimmt. Inwieweit dabei die Hopfenherbe beiträgt, lässt sich bei dieser dichten Aromatik gar nicht wahrnehmen, aber ich denke, dass hier doch (vor allem mit Extrakt) im Bereich der trockenen Herbe gut dagegen gearbeitet wurde. Das Gesamtbild erscheint auf jeden Fall sehr harmonisch, ausgewogen, nobel herb und erinnert an edelherbe Pralinen, von denen man zum Genuss zwei bis drei Stück genießt, aber keine 100 g in sich hineinfuttern kann. So verhält es sich auch mit diesem Bier. Genuss auf hohem Niveau, aber eben in Maßen... Im Nachtrunk fallen die fruchtigen Noten rasch ab und hinterlassen langlebige, zartherbe und schokoladige Noten, die in einer deutlichen, unaromatischen Hopfenbittere enden.
Fazit: Ein Doppelbock mit Stärken und Schwächen... einerseits toll, dass trotz hohem Restextrakt die klebrige Süße nicht überwiegt, andererseits aber etwas unangenehm, dass der unaromatische Hopfenextrakt, welcher während des Trinkverlaufes noch gut gegen die wahrscheinlich süßliche Malzigkeit wirkt, letztendlich so durchschlägt.
Die Optik präsentiert sich in zart opaltrübem kastanien- bis mahagonibraun mit rotbraunen Reflexen. Die feinporige, nussbraune und wässerig-flaumige Schaumkrone wird langsam grobporiger und hält dabei mäßig gut. In der Nase vernimmt man vielfältige Noten von Karamell, leichtem Röstmalz, zartem Rauch, aber auch überreifen bis dörrobstartigen und leicht likörigen Fruchtnoten von Kirsche, Pflaume und Erdbeere. Der Antrunk kommt breit malzig, karamellig bis schokoladig, röstig herb, reiffruchtig bis dörrobstartig und likörig. Das Mundgefühl zeichnet sich durch einen vollen Körper mit sehr feiner Rezenz, seidiger Textur und röstig-herber Trockenheit aus. Geschmacklich und aromatisch wird es komplex... Einerseits röstig-herbe Noten von dunklem Karamell, dunkler Schokolade und zarter Rauchigkeit, andererseits reife, dörrobstartige bis likörige Fruchtnoten von Pflaume, Kirsche, Erdbeere, Zwetschgenröster, schokolierte Früchte bzw. schokolierte Likörfrüchte (Mon Cheri). Beachtenswert erachte ich die Tatsache, dass sich die gesamte Aromatik trotz hohem Restextrakt (lediglich 7,4 % Alkohol bei 18,0 °P) deutlich auf die herbe Seite schlägt und die Restsüße sehr gut maskiert, sodass man diese lediglich sehr subtil wahrnimmt. Inwieweit dabei die Hopfenherbe beiträgt, lässt sich bei dieser dichten Aromatik gar nicht wahrnehmen, aber ich denke, dass hier doch (vor allem mit Extrakt) im Bereich der trockenen Herbe gut dagegen gearbeitet wurde. Das Gesamtbild erscheint auf jeden Fall sehr harmonisch, ausgewogen, nobel herb und erinnert an edelherbe Pralinen, von denen man zum Genuss zwei bis drei Stück genießt, aber keine 100 g in sich hineinfuttern kann. So verhält es sich auch mit diesem Bier. Genuss auf hohem Niveau, aber eben in Maßen... Im Nachtrunk fallen die fruchtigen Noten rasch ab und hinterlassen langlebige, zartherbe und schokoladige Noten, die in einer deutlichen, unaromatischen Hopfenbittere enden.
Fazit: Ein Doppelbock mit Stärken und Schwächen... einerseits toll, dass trotz hohem Restextrakt die klebrige Süße nicht überwiegt, andererseits aber etwas unangenehm, dass der unaromatische Hopfenextrakt, welcher während des Trinkverlaufes noch gut gegen die wahrscheinlich süßliche Malzigkeit wirkt, letztendlich so durchschlägt.
Tried
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on 24 Mar 2026
at 01:01
Botrytis
updated a beer:
Bad Santa Christmas Special Edition 2024
brewed by KALEA
6 months ago
8.8/10
—
Appearance 9
Aroma 7.5
Flavor 9.5
Texture 9
Overall 9
Optisch bernsteinfarben, gut abgestanden und daher praktisch klar mit sehr feiner Perlage, die sich langsam ihren Weg nach oben bahnt. Die weiße, feinporige bis cremige Schaumkrone erscheint flaumig und sehr gut haltbar. In der Nase kommt der typische, reiffruchtige Hefeduft von Banane und Birne mit leichter Würze zum Vorschein. Der Antrunk kommt wuchtig, süßlich mit breiter Weizenmalzcharakteristik, reifer Bananenromatik und leichter Gewürznelke. Der Körper zeigt sich überaus füllig, sehr fein rezent, cremig, leicht belegend, zart wärmend und absolut augewogen was Süße und Trockenheit anbelangt. Geschmacklich und aromatisch dominiert der präsente Weizenmalzkörper gemeinsam mit der satten und reiffruchtigen Hefearomatik von Banane und Birne. Passend dazu schwingt eine leichte Würze von weißem Pfeffer und Gewürznelke mit. Die sehr zarte Hopfung nimmt man dabei praktisch gar nicht wahr, dürfte aber den voluminösen Aromen doch soweit entgegenwirken, dass ein ausgewogenes Gesamtbild erscheint. Apropos Gesamtbild... überaus kräftig, voll und hocharomatisch, ohne dabei unangenehm, plump oder mastig zu wirken. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall - Ein Doppelbock mit 18,0 °P und 8,0 % Alkohol, überhaupt nicht alkoholisch oder gar spritig, sogar überaus leichtgängig - das ist Genuss pur und das hat dieser Weizendoppelbock auch schon bei einigen meiner Tastings bewiesen, indem er großen Gefallen auch in der breiteren Masse gefunden hat. Der fruchtig-hefige, süße Nachtrunk hält sehr gut und lange an und weicht sehr langsam einer zart trockenen und leicht belegenden, bananigen Herbe.
Mein Fazit: Ein unglaublich sauberer Weizendoppelbock auf sehr hohem Niveau, welcher als Genussbier absolut massentauglich ist. Ein Achterl davon zu kräftigem Bergkäse, uraltem Gouda, Käsespätzle, aber durchaus auch so einem Schokodessert und der Mensch ist glücklich.
Mein Fazit: Ein unglaublich sauberer Weizendoppelbock auf sehr hohem Niveau, welcher als Genussbier absolut massentauglich ist. Ein Achterl davon zu kräftigem Bergkäse, uraltem Gouda, Käsespätzle, aber durchaus auch so einem Schokodessert und der Mensch ist glücklich.
Tried
from Bottle
on 24 Mar 2026
at 00:07
7.1/10
—
Appearance 8
Aroma 7.5
Flavor 6.5
Texture 7
Overall 7
Optisch bernsteinfarben und kräftig trüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich wässerig-flaumig und gut haltbar. In der Nase nimmt man getreidige, sehr zart rauchig-malzige und floral-honigartige Noten wahr. Der Antrunk kommt breit, getreidig, süßlich bis honigartig und leicht rauchig Malzig. Im Mund präsentiert sich ein mäßig voller Körper mit feiner Rezenz, seidiger bis leicht samtiger Textur und leichtem Hang zur Süße. Geschmacklich und aromatisch dominiert die kräftige Malzigkeit, die getreidig, süß, sehr reiffruchtig oder gar kandiert (Marille, Mango) bis floral honigartig und leicht rauchig. Aufgrund der sehr schwachen Hofpung wirkt dieses Bier vielleicht einen Tick zu plump oder mastig. Auch die Rauchnote könnte vielleicht einen Hauch ausgeprägter zur Geltung kommen. Dennoch kann man von guter und sauberer Aromatik sprechen, die gut zusammenkomponiert wurde. Im Nachtrunk halten die süßlichen, honigartigen und reiffruchtigen bzw. kandierten Noten gut und lange an und weichen zunehmend einem leicht süßlich-rauchigem, zart trockenem Finish.
Tried
from Can
on 23 Mar 2026
at 23:18
8.1/10
—
Appearance 10
Aroma 8
Flavor 8.5
Texture 6
Overall 8
Satt goldgelb bis hellbernsteinfarben und kräftig opaltrüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich dabei sehr kompakt, flaumig, stabil und langlebig. Die Duftaromatik überzeugt mit frisch-fruchtigen Noten, welche tatsächlich an Birne, Stachelbeere, aber auch Kiwi, leichte Zitrusfrucht oder auch frühreife Beeren erinnern. Der Antrunk kommt frisch und leicht süßlich malzig, schlägt aber rasch in eine süßliche Fruchtigkeit bzw. fruchtige Herbe um. Im Mund präsentiert sich ein Körper mit mäßiger, sehr angenehmer Fülle, frischer, feiner Rezenz, seidiger Textur und zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch legt sich eine leicht süßliche Malzbasis aus, über der sich schöne fruchtige Noten von Birne, frühreife Marille, frühreife Beeren, Stachelbeere, Kiwi und muskatigem Wein tummeln, welche zum Teil von der Hefe, teilweise vom Hopfen stammen. Eine zart fruchtige Hopfenherbe gleicht die leichte Süße schön aus. Das ergibt ein sehr angenehmes, vielfältiges, leicht komplexes und überaus harmonisches Gesamtbild, welches auch eine ausgesprochen gute Drinkability zur Folge hat. Im Nachtrunk wirken sämtliche Aromen gemeinsam und in vollem Umfang noch sehr lange nach und gehen sehr langsam in ein zart trocken-herbes, aber dennoch fruchtiges Hopfenfinish über.
Tried
from Can
on 23 Mar 2026
at 22:49
Botrytis has a new beer style achievement
Level 2 for Speciality Grain ticks with a total of 10 ticks of this master style.
Braumeisteredition #85 Achilles from Camba Bavaria was the one that did it!
6 months ago
6.5/10
—
Appearance 6
Aroma 5.5
Flavor 7.5
Texture 7
Overall 6.5
Optisch dunkelbernsteinfarben bis orange-kupferfarben und kräftig opaltrüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone hält unterdurchschnittlich gut und fällt rasch auf einen dünnen Teppich zusammen. Die Duftaromatik wirkt fruchtig-esterig mit Noten von Apfel, Birne und Banane. Der Antrunk kommt frisch, feinrezent und fruchtig-esterig bzw. bananig-hefig. Im Mund präsentiert sich ein Körper mit angenehmer Fülle, feiner Rezenz, samtiger Textur und einem ausgewogenem Spiel aus zarter Süße und zarter Trockenheit. Leicht belegend. Geschmacklich und aromatisch setzen sich die obergärigen, fruchtig-hefigen Esternoten von Banane und Birne gemeinsam mit einer zarten Nussigkeit fort. Das Gesamtbild erscheint, wie zu erwarten, sehr ähnlich einem Weizenbier, aber mit den reifen Fruchtnoten und der zarten Nussigkeit doch etwas uriger, rustikaler und leicht mastig. Einer guten Drinkability tut das dennoch keinen Abbruch und der Faktor Genuss ist definitiv gegeben. Im Nachtrunk löst sich die Restrezenz langsam auf und eine reife Bananennote mit zarter Nussigkeit bleibt über und hält schön an.
Fazit: Aromatisch verschmelzen hier irgendwie typische Weizennoten mit typisch fränkischen Märzennoten. Eine nahe Verwandtschaft zu Weizen ist mit Emmer auf jeden Fall gegeben. Das bringt auf jeden Fall die sattere Optik und die nussigen Noten ins Spiel.
Fazit: Aromatisch verschmelzen hier irgendwie typische Weizennoten mit typisch fränkischen Märzennoten. Eine nahe Verwandtschaft zu Weizen ist mit Emmer auf jeden Fall gegeben. Das bringt auf jeden Fall die sattere Optik und die nussigen Noten ins Spiel.
Tried
from Can
on 16 Mar 2026
at 21:40
7.4/10
—
Appearance 8
Aroma 7
Flavor 7.5
Texture 7
Overall 7.5
Optisch präsentiert sich dieses alkoholfreie IPA sehr hell goldgelb und opaltrüb. Kräftige, feine Perlage steigt hoch. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich dabei wässerig-flaumig und mäßig gut haltbar. In der Nase vernimmt man in erster Linie frisch-fruchtige, exotische Noten von Ananas, Mango und Maracuja wahr. Der Antrunk kommt frisch, schön spritzig, hat dabei eine leicht süßlich-maischige Komponente, aber doch sehr angenehme, leicht fruchtige Hopfennoten mit sehr zarter Herbe. Auf Zunge und Gaumen vernimmt man eine leichte, maischige Malzbasis, über die sich exotisch-fruchtige Hopfenaromen von reifer Zitrusfrucht bis hin zu Mango und Maracuja legen. Der zarten Malzsüße stellt sich eine sehr zarte Säure und leichte Herbe entgegen und erzeugen so ein überschaubares, aber sehr ausgewogenes und harmonisches Geschmacks- und Aromenprofil. Das Mundgefühl wird dabei von einem leichten Körper mit kräftiger, aber feiner Rezenz, samtiger Textur und zarter Trockenheit geprägt. So ergibt sich ein wunderbares Gesamtbild und eine sehr schöne Drinkability. Im Nachtrunk wirken die fruchtigen Hopfennoten sehr gut nach und gehen zunehmend in eine merkbare Hopfenbittere über.
Mein Fazit: Ein sehr gutes Beispiel für ein tolles alkoholfreies Bier - damit kann man den nächsten Sommer kaum erwarten. Ob als Durstlöscher in der Hitze oder als genussvoller Sundowner an der Bar oder am Strand... passt perfekt!
Mein Fazit: Ein sehr gutes Beispiel für ein tolles alkoholfreies Bier - damit kann man den nächsten Sommer kaum erwarten. Ob als Durstlöscher in der Hitze oder als genussvoller Sundowner an der Bar oder am Strand... passt perfekt!
Tried
from Can
on 16 Mar 2026
at 21:05