7.5/10
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Appearance 8
Aroma 7
Flavor 7.5
Texture 8
Overall 7.5
Der Name "Rotes Öl"... tja... im tiroler Dialekt wird Öl als "Eeil" bezeichnet und klingt dabei genauso wie "Ale". Interessant dabei... das englische "Ale", das schwedische "Öl", das dänische und norwegische "Øl", das finnische "Olut", das estnische "Õlu", das lettische und litauische "Alus" haben den selben etymologischen Ursprung im urgermanischen Wort "Alu", was, welch Wunder, "Bier" bedeutet! Optisch zeigt sich ein rötlicher Kupferton, der bereits in Bronzetöne übergeht und dabei kräftig opaltrüb erscheint. Die cremefarbene, feinporige Schaumkrone hält dabei ganz gut. In der Nase vernimmt man neben den brotigen bis karamelligen Malznoten sehr schöne Hopfennoten, die an rote Beeren, Blutorange und reife Ananas erinnern. Eine zarte Harzigkeit lässt sich ebenso nicht verleugnen. Der Antrunk kommt frisch und weichspritzig, leicht malzig und kräftig hopfig herb. Es präsentiert sich ein relativ schlanker Körper mit guter, feiner Rezenz, leichter Textur und hoher Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch vernimmt man eine leichte, brotige bis karamellige und leicht beerige Malzbasis. Darüber legen sich die präsenten Hopfennoten mit reifer Zitrusaromatik, zarter Exotik und einer leicht harzig-würziger Charakteristik. Dieses Bier zeigt sich durchaus vielschichtig und das Zusammenspiel aus dem eher karamelligem Malz und den IPA-typischen Hopfennoten wirkt unglaublich gut. Quasi wie ein IPA mit kräftigeren Karamellmalznoten. Das passt gut und macht auch richtig Spaß! Im Nachtrunk wirken die karamelligen Malznoten gemeinsam mit den kräftigen Hopfennoten sehr gut nach und wandeln sich zunehmend in eine deutliche, aromatische Hopfenbittere. Mein Fazit: Ob Hoppy Red Ale (HRA), India Red Ale (IRA) oder India Amber Ale (IAA) - als "normales" Red Ale würde ich es definitiv nicht mehr bezeichnen. Echt gut ist es aber allemal!
Tried
from Can
on 12 Jun 2024
at 13:51