Botrytis (1180) reviewed Cherry Sour from Brewery52 4 months ago
Appearance - 9 | Aroma - 9 | Flavor - 9 | Texture - 7 | Overall - 9
Die Optik dieses Bieres erscheint in schönem Rubinrot mit leichter Opaltrübung. Die pinkfarbene, feinporige Schaumkrone wirkt dabei wässerig-flaumig und fällt relativ rasch auf einen dünnen Teppich zusammen. Die Duftaromatik überzeugt mit frischen, fruchtigen Noten und einer deutlich präsenten, fruchtig-herben, leicht mandel- oder marzipanähnlichen Note der Sauerkirsche. Das macht absolut Lust auf dieses Bier! Der Antrunk kommt frisch, feinrezent, angenehm säuerlich und doch etwas fruchtiger als erwartet. Der Körper zeigt sich leicht fruchtig-säuerlich schlank mit feiner Rezenz, leicht seidiger Textur und sehr angenehmer, relativ leichter Trockenheit. Was sagen Zunge und Gaumen? Sehr angenehm säuerlich mit schönen, frischen, fruchtig-saftigen aber auch mandelartigen Noten der Sauerkirsche. Eine sehr zarte, fruchtige Süße schwingt dabei zwischen den säuerlichen und leicht säuerlich-herben Noten mit. So entsteht einerseits eine schöne Tiefe und Vielschichtigkeit in diesem Bier, andererseits aber auch eine unglaubliche Harmonie und Ausgewogenheit, welche eine sehr hohe Drinkability und eine absolute Massentauglichkeit zur Folge hat. So ist es wenig verwunderlich, dass dieses Bier den Staatsmeistertitel in der Kategorie der Fruchtbiere im Jahr 2024 geholt hat. Absolut verdient! Im Nachtrunk bauen die säuerlichen Noten langsam ab und lassen nun viel Platz für die fruchtige und mandelartige Sauerkirsche.
Fazit: Passt hervorragend als Aperitif, aber auch zu einem deftigen Dessert mit dunkler Schokolade. Einfach grandios! Riesen Respekt an Kurt!
Botrytis (1180) reviewed Raspberry Sour from Brewery52 4 months ago
Appearance - 10 | Aroma - 6 | Flavor - 6.5 | Texture - 7 | Overall - 6.5
Optisch erscheint dieses Bier roséfarben und leicht opaleszierend mit sehr feiner Perlage. Die leicht pinkstichige, feinporige Schaumkrone hält für ein Sauerbier überraschend lange. Im Duft frisch, leicht fruchtig beerig und zart laktisch. Der Antrunk kommt sehr frisch, kräftig rezent, kräftig säurebetont und leicht beerig fruchtig. Im Mund zeigt sich ein schlanker Körper mit kräftiger, feiner bis leicht moussierender Rezenz, seidiger Textur und säurebetonter, sehr zart herber Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch bleibt dieses Bier säurebetont und leicht fruchtig bis fruchtig-herb mit zarten Noten der Himbeere. Auch wenn die doch recht hohe Säure für manch ungeübte Biertrinker oder Einsteiger in die Welt der Sauerbiere abschreckend sein könnte, trifft dieses hier durchaus meinen Geschmack, da der erfrischende Charakter, die prägnante Säure und die leichte Fruchtnote ohne Süße eine doch recht ansprechende und homogene Einheit erzeugen, die in sich sehr stimmig wirkt. Im Nachtrunk bauen Säure und Rezenz langsam ab und am Gaumen bleibt eine sehr leichte, zart säuerliche Herbe stehen.
Fazit: Sicher nicht jedermanns Sache und definitiv kein Bier von dem man schnell mal drei oder vier wegkippt - aber so soll ein gutes Genussbier auch nicht sein. Leicht, erfrischend und absolut sommertauglich. Wer eine Himbeer-Aromabombe erwartet, wird aber möglicherweise doch enttäuscht sein.
Botrytis (1180) reviewed Mango Pastry Sour from Brewery52 4 months ago
Appearance - 7 | Aroma - 6.5 | Flavor - 6.5 | Texture - 5 | Overall - 6.5
Optisch tiefgoldgelb und nahezu klar mit sehr feiner Perlage. Der weiße, feinporige Schaum bleibt aufgrund der Säure relativ zurückhaltend und fällt auch rasch auf einen dünnen Teppich zusammen. In der Nase vernimmt man einen frischen, fruchtigen Duft. Noten von Zitrus und leichter Exotik. Der Antrunk kommt frisch, kräftig feinrezent, sehr angenehm sauer und leicht fruchtig. Im Mund präsentiert sich ein eleganter, schlanker Körper, mit kräftiger, feiner Rezenz, sehr leichter Textur und einer angenehm trockenen Säure. Geschmacklich und aromatisch setzt sich das Spiel soweit fort... frisch, säurebetont, leicht fruchtig bis zart fruchtig-herb. Die zugegebene Laktose rundet die Säure leicht ab. So entsteht ein sehr angenehmes, harmonisches, aber doch sehr erfrischend fruchtiges und gut trinkbares Sour. Im Nachtrunk bauen Säure und Kohlensäure langsam ab und hinterlassen eine sehr zarte, fruchtige Herbe.
Fazit: Sehr erfrischend und prägnant säuerlich, aber nicht kantig und sehr angenehm. Fall jemand kräftige Mangonoten erwartet, wird aber enttäuscht sein.
Werckmeister (8041) reviewed Raspberry Sour from Brewery52 11 months ago
Appearance - 7 | Aroma - 6 | Flavor - 5.5 | Texture - 5 | Overall - 6
Taster from tap at Beer Culture Days, Vienna. Redish hazy color, small white head. smells soda, raspberries, bit earthy, bit sweet. Decent smell. medium body, soft carbonation. tastes berry notes, soda, bit artificial, salty, earthy, spices. finishes lightly dry and lightly salty with notes of berries, earthy and soda notes. Decent overall, on the artificial side
7, 6, 5.5, 5, 6
Werckmeister (8041) reviewed It's Friday from Brewery52 11 months ago
Appearance - 7 | Aroma - 7 | Flavor - 5.5 | Texture - 5 | Overall - 5.5
Taster from tap at Beer Culture Days, Vienna. Amber clear color, small white head. smells pines, earthy, tobacco, bit flowery. Nice smell. medium body, soft carbonation. tastes pines, earthy, leathery, peppery, bit rubbery, tobacco. finishes light to medium bitter with notes of leather, rubber and earthy notes. Not very convincing taste wise
7, 7, 5.5, 5, 5.5
Werckmeister (8041) reviewed Take It Easy from Brewery52 11 months ago
Appearance - 6 | Aroma - 6 | Flavor - 5.5 | Texture - 5 | Overall - 5.5
Taster from tap at Beer Culture Days, Vienna. Amber lightly hazy color, small white head. smells grassy, earthy, spices, peppery, toffee. Ok smell. medium body, soft carbonation. tastes grassy, earthy, leathery, peppery, tobacco, some honey. finishes lightly sweet and light to medium bitter with notes of leathery, earthy and some honey notes. Bit weird, not my thing
6, 6, 5.5, 5, 5.5
Werckmeister (8041) reviewed Sour Experience from Brewery52 11 months ago
Appearance - 7 | Aroma - 7 | Flavor - 7 | Texture - 6 | Overall - 7
Taster from tap at Beer Culture Days, Vienna. yellow hazy color, small white head. smells spices, earthy, herbal. Nice smell. medium body, soft carbonation. tastes salty, spices, earthy, bit herbal, coriander, light tobacco. finishes lightly dry and lightly sour with notes of salt, spices and herbs. Nice one, good to drink and good style example
7, 7, 7, 6, 7
Werckmeister (8041) reviewed Irish Ruby from Brewery52 11 months ago
Appearance - 7 | Aroma - 6.5 | Flavor - 7 | Texture - 6 | Overall - 7
Taster from tap at Beer Culture Days, Vienna. Redish hazy color, small white head. smells malty, earthy, light vanilla, toffee. Pretty nice smell. medium body, soft carbonation. tastes malty, peppery, earthy, toffee, tobacco. finishes lightly sweet and lightly bitter with notes of tobacco, toffee and earthy notes. Pretty good, feels a bit heavy, but good to drink
7, 6.5, 7, 6, 7
Botrytis (1180) reviewed It's Friday from Brewery52 1 year ago
Appearance - 8 | Aroma - 7 | Flavor - 7 | Texture - 6 | Overall - 6.5
So sehr die meisten Session IPAs sehr hell und eher gülden erscheinen, präsentiert sich dieses dunkelbernstein- bis orange-kupferfarben und klar. Die feinporige Schaumkrone erscheint in einem gebrochenem Weiß, wird etwas grobporiger und hält mäßig gut. In der Nase nimmt man karamellige Malzigkeit, rote Fruchtnoten und kräuterige bis pinienartige Hopfigkeit wahr. Der Antrunk kommt frisch, gut karbonisiert, karamellig malzig und kräuterig bis pinienartig und leicht harzig hopfenbetont. Der Körper gestaltet sich relativ schlank, gut und frisch karbonisiert mit leichter, seidiger Textur und zarter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen zeigt sich eine leichte, karmellige Malzbasis, auf der sich kräuterige, pinienartige, leicht harzige Hopfenkomponenten tummeln. Die Ausgewogenheit zwischen der der leichten Malzbasis und der ansprechenden, nicht zu bitteren Hopfencharakteristik darf man als absolut gelungen bezeichnen und so ergibt sich ein sehr gut trinkbares, leichtgängiges Session IPA, welches sich eher an die klassische, amerikanische IPA-Stilistik anlehnt. So hebt es sich definitiv von Session IPAs ab, welche man von größeren, bekannteren Craftbier-Brauern kennt. Ich habe auf jeden Fall meine Freude daran. Im Nachtrunk wirkt die karamellige Malzigkeit sehr schön nach und wird zunehmend von der kräuterigen, pinienartigen, leicht harzigen und nun auch dezent trockenen Hopfencharakteristik eingeholt.
Mein Fazit: Ein Session IPA ist nie der große Heuler, aber mir gefällt die Anlehnung an die klassische, wenig exotisch-fruchtige Charakteristik schon ganz gut.
Botrytis (1180) reviewed Old School from Brewery52 1 year ago
Appearance - 8 | Aroma - 5.5 | Flavor - 8 | Texture - 8 | Overall - 8
Optisch dunkelbernstein- bis orange-bronzefarben und klar. Die nussbraune, feinporige Schaumkrone wirkt dabei wässerig-flaumig und überaus langlebig. Im Duft karamellig malzig und zart fruchtig mit einem leichten Hefecharakter. Der Antrunk kommt breit und karamellig malzig, weichrezent und grasige, pinienartige bis leicht harzig Hopfenbitter. Im Mundgefühl zeigt sich ein schöner Körper mit angenehmer Fülle, weicher Rezenz, samtiger bis leicht cremiger Textur und trotz Hopfenherbem Charakter, leichter Trockenheit. In Geschmack und Aroma setzt sich bereits erwähntes fort... karamellige Malzigkeit, zarte Fruchtigkeit, leichte Hefecharakteristik und eine durchaus bestimmte, grasige, pinienartige, harzige Hopfenbittere. Sicherlich eines der etwas kantigeren und hopfenbitteren Pale Ales, wie es eben in den USA gebraut wird - aber das ist absolut in Ordnung - aber sicher auch eines der richtig guten Pale Ales, die man bekommen kann. Vor allem wage ich zu behaupten, dass sich dieses Pale Ale schon auch vom generellen "Craftbier-Mainstream" abheben kann und sich von seinem gesamten "Gehabe" trotz nur 5,5 % Alkohol eher an klassische IPAs anlehnt. Fakt ist, dass es ein intensives, aromatisches und sehr gutes Gesamtbild abgibt. Auch wenn aufgrund der durchaus guten Fülle, der leichten Sämigkeit und der recht präsenten Bittere, die Drinkability etwas gebremst erscheint, ist der Spaßfaktor an diesem Bier sehr hoch! Im Nachtrunk wirkt die karamellige Malzigkeit zwar eine Weile nach, wird aber von der kräftigen, grasigen, pinienartigen und harzigen Hopfenbittere, welche scheinbar unendlich lange anhält, überlagert.
Mein Fazit: Am österreichischen Craftbier-Markt und gerade in der Microbrew-Szene ein wahnsinnig tolles und unglaublich sauberes und charaktervolles Pale Ale!