Bierfachmann und Diplom Biersommelier

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8.8/10 — Appearance 10 Aroma 8 Flavor 9 Texture 8 Overall 9
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine Großcousine, die mir immer wieder von diversen Ausflügen und Urlauben ganz interessante Biere mitbringt!

Im Glas erscheint dieses Golden IPA glanzfein und bernsteinfarben mit kräftiger, feiner Perlage. Die feiporige Schaumkrone erscheint in gebrochenem Weiß und ist dabei flaumig-stabil und unfassbar langlebig. Der Duft lässt Gutes erahnen... karamellige bis toffeeartige (eventuell auch leichtes Diacetyl) Malznoten, die sich mit reifen Steinobstnoten, aber vor allem mit kräuteriger Hopfenaromatik zu einem schönen olfaktorischen Gesamtbild vereinen. Der Antrunk kommt sehr angenehm, kräftig feinrezent, toastig bis gut karamellig malzig und wunderbar kräuterig und passend bitter Hopfenaromatisch. Im Mund zeigt sich ein Körper mit mäßiger Fülle, kräftig-feiner Rezenz, seidiger Textur und dem Stil entsprechender Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch hat dieses Bier alles zu bieten, was ein klassisches IPA ausmacht. Eine anfangs süßlich anmutende, toastige bis karamellige Malzbasis, die in eine wunderbar aromatische, aber auch merklich bittere Hopfenaromatik mit Noten von Kräutern und würzigem Schwarztee und vielleicht sogar auch Bergamotte übergeht. Definitiv kein Diacetyl! Das Gesamtbild würde ich vielleicht noch nicht als komplex bezeichnen, aber doch als sehr spannend, vielfältig, ausgewogen und wahnsinnig schön komponiert. Sehr klassisch - aber mit einem zarten Pep. Obwohl mit Cascade, Amarillo und Herkules gehopft, hätte ich fest darauf getippt, dass in erster Linie klassischer East Kent Golding im Spiel ist - aber so kann man sich täuschen. Fakt ist... wer klassische IPAs mag, wird dieses lieben und die hohe Drinkability spricht für sich! Im langlebigen Nachtrunk wirken die karamellig-malzigen Noten gemeinsam mit der kräuterrigen Hopfenaromatik gut nach und nach einer Weile legt sich eine prägnante bittere Hopfennote mit zarter Kräuterigkeit und ausgeprägter Schwarzteearomatik für lange Zeit in Mundhöhle, Rachen und Kehle und regen zum Weitertrinken an.
Fazit: Was klassische IPAs betrifft, sicherlich eines der besten die ich bisher verkosten durfte.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 21:50

7.1/10 — Appearance 9 Aroma 7 Flavor 6.5 Texture 7 Overall 7
Der Bio-Bock von Stiegl erstrahlt in tiefem Goldbelb bis hellem Bernstein mit leichtem Glanz und sehr feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone verhält sich dabei flaumig und langlebig. In der Nase breitet sich volles, helles Malzaroma mit leicht fruchtigem Anklang von Orange und kräuteriger Hopfenaromatik aus. Der Antrunk kommt frisch, weichrezent, kräftig und süßlich malzig, zart fruchtig und angemessen hopfenbitter. Der Körper zeigt sich mit sehr guter Fülle, feiner und weicher Rezenz, seidig-samtiger Textur, zarter Wärme und zarter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen zeigt sich ein gefälliger, heller Bock mit kräftiger, leicht süßlicher Malzbasis, leichter Fruchtigkeit, leichten Alkoholnoten und dementsprechender Wärme, aber auch einer kräuterigen, leicht herben Hopfenaromatik, die für den nötigen Gegenpol sorgt, damit dieses Bier eine schöne Ausgewogenheit und angenehme Drinkability erreicht. Eine absolut runde und schöne Sache! Im Nachtrunk hält die Malzaromatik gemeinsam mit der leichten Wärme und der dazugehörigen Alkoholnote, die aber im gesamten Trinkverlauf nie scharf oder spritig wird, gut und lange an. Die alkoholische Wärme verlagert sich gemeinsam mit einer leicht trockenen und zart herben Hopfenaromatik zunehmend mehr und mehr in die Kehle.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 21:16

6.3/10 — Appearance 9 Aroma 7 Flavor 4.5 Texture 7 Overall 5.5
Optisch tiefbernsteinfarben bis orange-kupfer und gut trüb. Die elfenbeinfarbene, feinporige Schaumkrone ist flaumig und hält ausgesprochen gut. In der Nase vernimmt man Noten von Biscuit, leichtem Karamell und einen esterigen Hauch von rotem Apfel, welcher zusammen mit der leichten Würzigkeit an Bratapfel erinnert. Der Antrunk kommt frisch, weichrezent, brotig bis karamellig malzig und esterig-fruchtig (roter Apfel). Im Mund präsentiert sich ein Körper mit guter Fülle, sehr feiner Rezenz, samtiger Textur und sehr leichter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren die brotigen bis karamelligen Malznoten, sowie die fruchtige Esternote von rotem Apfel, die dieses Bier etwas mastig wirken lässt. Klassische Hopfennoten, die dem entgegenwirken könnten, sind vielleicht etwas zu schwach ausgeprägt. Das lässt dieses Bier etwas schwerfällig und vielleicht nicht ganz harmonisch wirken. Entsprechend gebremst fällt dadurch leider auch die Drinkability aus. Im Nachtrunk fallen die malzigen Noten relativ rasch ab und estrige Noten von rotem Apfel bleiben relativ lange erhalten. Hopfen tritt dabei so gut wie gar nicht in Erscheinung.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 20:47

6.8/10 — Appearance 8 Aroma 8 Flavor 5.5 Texture 7 Overall 6
Die Optik des Wintertraums erscheint wunderbar bernsteinfarben mit leichtem Glanz und angemessen feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone verhält sich dabei flaumig und gut haltbar. In der Nase vernimmt man leichtes Getreide mit brotigen, toastigen und leicht karamelligen Malznoten. Eine leicht trockene, heuige bis kräuterige Hopfennote schwingt dabei im Hintergrund mit. Der Antrunk kommt frisch, passend rezent, brotig bis toastig malzig und trocken herb. Im Mund breitet sich ein Körper mit mäßiger Fülle, kräftig-feiner Rezenz, seidiger Textur und guter Trockenheit aus. Auf Zunge und Gaumen breiten sich getreidige und brotige bis toastig-karamellige Malznoten aus, die von einer sehr präsenten, trockenen, heuigen und kräuterigen Hopfenherbe mehr als im Zaum gehalten werden. So wirkt dieses Wintermärzen überraschend trocken, bleibt aber angenehm und sehr gut trinkbar. Im Nachtrunk bauen die Malznoten relativ rasch ab und die heuig-kräuterige, trockene, doch relativ herbe Hopfennoten übernehmen und halten lange an.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 20:27

Botrytis added a new beer Kap-Vin by Brouwerij De Kapoen
9 months ago


Botrytis added a new brewery: Brouwerij De Kapoen located in Belgium
9 months ago


8/10 — Appearance 7 Aroma 8.5 Flavor 8 Texture 7 Overall 8.5
Optisch rotkupferfarben und klar. Die elfenbeinfarbene, feinporige Schaumkrone fällt rasch auf etwa 5 mm zuammen. Der Duft überzeugt mit überaus kräftigen Malznoten von Karamell, Waldhonig, Brotkruste und leichtem Röstmalz, aber auch würzig-holzig und Noten von roten Früchten wie reifen Beeren und Herzkirsche. Der Antrunk kommt kräftig malzbetont, süßlich, leicht wärmend likörig-alkoholisch, aber auch reiffruchtig bis dörrobst- oder rummobstartig mit beerigen Noten und einer zarten Herbe. Der Körper zeigt sich mit einer kräftigen Fülle, feiner Rezenz, leicht samtiger Textur, zarter Wärme und zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren weiterhin die breiten, karamelligen, würzig-waldhonigartigen, leicht röstigen Malzaromen und die sehr reifen, süß anmutenden, marmeladigen bis likörigen Beerennoten. Die leichte Hopfenherbe geht dabei so gut wie unter, sorgt aber für die nötige Stabilität und Ausgewogenheit. Letztendlich darf man von einem wirklich tollen, voluminösen und harmonischen Gesamtbild sprechen, der einem Doppelbock absolut gerecht wird. Die Trinkfreude und der Spaßfaktor sind definitiv hoch! Im Nachtrunk wirken die malzigen und fruchtigen Noten schön nach und übergeben das Geschehen langsam an eine leicht trockene Hopfenherbe. Eine gewisse Fruchtigkeit schwingt dabei aber weiterhin mit.
Tried from Bottle on 07 Nov 2025 at 02:17

8.6/10 — Appearance 10 Aroma 7 Flavor 9.5 Texture 8 Overall 9
Optisch hellgoldgelb und weitestgehend klar mit sehr feiner Perlage. Die opulente, weiße, feinporige Schaumkrone gibt sich dabei flaumig und langlebig. Die Duftaromatik hält sich leicht zurück und lässt leichte, helle Malznoten und zart zitrusartige Noten, die an Zesten und vor allem Bergamotte, welche man auch von Earl Grey Tee kennt, erinnern, zu. Der Antrunk kommt frisch, weich und feinrezent, zart süßlich malzig und sofort klassisch bitter und zart aromatisch hopfenbetont. Der Körper zeigt sich mit mäßiger Fülle, feiner und weicher Rezenz, seidig-samtiger Textur und guter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen legt sich eine leichte, helle Malzbasis aus, über der sich zarte Zitrusnoten, die an Zesten und Bergamotte erinnern, wahrnehmen lassen. Eine sehr deutliche, kräftige Hopfenbittere drückt dabei permanent dagegen, damit man auch merkt, dass dieses Bier massiv hopfenbetont sein will - und das tut es auch. Freunde des modernen IPAs werden enttäuscht sein. Freunde des klassischen IPAs hingegen werden jubeln. Durch die Note der Bergamotte, dieser sanften, zitrus-herben Charakteristik, wirkt dieses IPA auch irgendwo wie der Gentleman unter sämtlichen IPA-Stilen. Für mich verkörptert dieses Bier auch genau das. Trotz seiner kräftigen Bitternoten wirkt dieses Bier so klar und echt und lässt sich auch unwahrscheinlich gut trinken. Im Nachtrunk hält die Aromatik von leichtem Malz, leichter Fruchtigkeit und leicht fruchtiger Herbe schön an und wandelt sich langsam in eine leicht trockene, deutliche Hopfenbittere, die sich in Mundhöhle und Rachen legt.
Fazit: Der Gentleman unter den modernen IPAs, wobei sich modern nicht auf die Hopfung, sondern auf die sehr helle Malzschüttung bezieht.
Tried from Bottle on 07 Nov 2025 at 01:30

7.3/10 — Appearance 10 Aroma 7.5 Flavor 7 Texture 6 Overall 6.5
Optisch goldgelb und weitestgehend klar. Die weiße, feinporige Schaumkrone wirkt dabei flaumig und beständig. Die Duftaromatik trägt sich leicht an - zarte, helle, weißbrotartige bis biscuitartige Malznoten, welche in eine leicht fruchtige Zitrusaromatik und in zart grasige bis harzige, pinienartige Hopfenherbe übergeht. Der Antrunk kommt frisch, leicht, weichrezent, und deutlich trocken herb bis bitter. Der Körper wirkt dabei relativ schlank, fein und weich karbonisiert mit leichter bis seidiger Textur und guter Trockenheit. Geschmack und Aroma geben zarte, helle Malznoten und leicht fruchtige, Zitrusartige bis zart Exotische Fruchtnoten preis, denen sich eine kräftige, grasige bis pinienartige, leicht harzige Hopfenbittere entgegenstellt. Das Gesamtbild zeigt sich frisch, leicht, zart fruchtig und knackig herb bis deutlich bitter. Dieses Bier hat seinen stiltypischen Charakter und zeigt was es will. Die Frage der Harmonie ist dabei zwar eher zweitrangig, aber ein "Hophead" hat damit definitiv seine Freude. Einer guten Drinkability tut das für mein Empfinden jedenfalls keinen Abbruch. Im Nachtrunk bricht die Aromatik leider ziemlich schnell weg und die Sache kippt rasch in eine leicht trockene, grasig-heuige bis harzige Hopfenbittere.
Tried from Can on 07 Nov 2025 at 00:53

8.5/10 — Appearance 9 Aroma 8.5 Flavor 8.5 Texture 8 Overall 8.5
Optisch hellorangegoldgelb und trüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich dabei flaumig und beständig. Die fruchtige Duftaromatik brilliert mit Noten von Orange und leichter Exotik. Der Antrunk kommt frisch, schön spritzig, leicht süßlich-saftig-fruchtig (Orange, leichte Exotik) und leicht fruchtig-herb. Der Körper präsentiert sich mit leichter bis mäßiger Fülle, präsent-feiner Rezenz, seidig-samtiger Textur und zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch vernimmt man über einer leichten hellen Malzbasis sehr reiffruchtige, süßliche, saftige, fast limoartige Noten von Orange/Mandarine und leichter Exotik. Eine leicht trockene, fruchtig-herbe Hopfencharakteristik wirkt dabei gut dagegen und es entsteht ein sehr gefälliges, unglaublich gut ausbalanciertes, süßlich-fruchtig-herbes, saftiges Gesamtbild, welches eine unwahrscheinlich hohe Drinkability zur Folge hat. Relativ einfach gehalten, wenig fordernd, aber aromatisch sehr ansprechend. Der Spaßfaktor ist enorm hoch! Im Nachtrunk schwingen die leichten Malznoten mit der saftigen Orangenfrucht ein wenig nach und übergeben an eine trockene, angenehm herbe Hopfencharakteristik, die aber letztendlich auch noch einen leicht ätherischen Charakter von Orangenzesten bereit hält.
Tried from Can on 07 Nov 2025 at 00:11