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Botrytis

Illmitz, Austria 🇦🇹 Member
Bierfachmann und Diplom Biersommelier

 Activity
7.1/10 Appearance 8 Aroma 7 Flavor 7.5 Texture 6 Overall 7
Im Glas erstrahlt, erwartungsgemäß, weitestgehend klares, sehr helles Gelb mit leicht grünlichen Reflexen. Die weiße, feinporige Schaumkrone wirkt dabei flaumig und gut haltbar. Die überaus frische, leicht fruchtige (Zitrus, Honigmelone) bis kräuterige Duftaromatik weiß zu überzeugen. Der Antrunk kommt frisch, angenehm rezent, zart malzig und leicht fruchtig bis dezent trocken-kräuterig hopfenherb. Dem Stil entsprechend zeigt sich ein schlanker und eleganter Körper mit angenehm ausgeprägter Rezenz, sehr leichter Textur und sehr zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch darf man selbstverständlich kein Feuerwerk erwarten. Eine sehr leichte Malzbasis, welche von leichten Fruchtnoten von Zitrus und Honigmelone begleitet werden und in eine sehr zart trockene, heuig-kräuterige Hopfenherbe übergehen. Sehr filigran, aber unglaublich ausgewogen, sehr harmonisch und wirklich toll arrangiert. So hat man auch richtig Freude an diesem Bier und eine sehr gute Drinkability stellt sich ein. Im Nachtrunk baut die Aromatik erwartungsgemäß recht schnell ab. Auch von der leicht trockenen Hopfenherbe bleibt kaum etwas über.
Tried from Can on 03 Nov 2025 at 21:38

6.8/10 Appearance 7 Aroma 4.5 Flavor 7.5 Texture 8 Overall 7.5
Optisch rotorangefarben und kräftig trüb mit gelborangen Reflexen. Die zarte, fein- bis mittelporige Schaumkrone fällt innert Sekunden gänzlich in sich zusammen. Die Duftaromatik wirkt muffig-tomatig und erinnert an überreifer bis leicht fauliger Tomate. Leicht laktische Noten schwingen dabei im Hintergrund mit. Der Antrunk kommt durchaus frisch, feinrezent, säuerlich, aber auch zart süßlich und reiffruchtig tomatig, leicht salzig und eine leichte, angenehme Chilischärfe macht sich bemerkbar. Der Körper zeigt sich mit mäßiger Fülle, sehr feiner Rezenz, nektarartiger Textur und saftigen Gesamtcharakteristik. Auf Zunge und Gaumen tummeln sich durchaus angenehme Noten verschiedenster Herkunft. Die leichte Säure und merkbare Salzigkeit des Grundstils, die Fruchtigkeit der reifen Tomate und dann die akkurate Chilischärfe, die sich sehr gut im Mundraum ausbreitet, aber nie unangenehm wird. Ich bin überrascht, wie harmonisch und angenehm sich diese BBQ Tomaten Gose hier präsentiert. Eine sonderlich hohe Drinkability ist aufgrund der doch leicht exaltierten Charakteristik zwar nicht gegeben, aber ein durchwegs positives Wow lässt sich doch festhalten, da es sich in einer nahezu einzigartigen und doch ganz guten Manier von sehr vielen anderen Bieren und eben auch von üblichen Tomaten-Gosen (welche aber ohnedies eine Rarität sind!) abhebt. Im Nachtrunk bricht die Aromatik leider relativ rasch ab, ein Hauch Restsäure bleibt kurz stehen und die Chilischärfe wirkt selbstverständlich sehr lange und sehr angenehm nach.
Fazit: Extraordinary, aber für die breite Masse schwer zu vermitteln.
Tried from Can on 01 Nov 2025 at 03:07


Botrytis has a new beer style achievement

Level 1 for Gose - Flavoured ticks with a total of 5 ticks of this sub style.
Gose With Raspberries from Sakiškių Alus was the one that did it!
8 months ago


7.3/10 Appearance 7 Aroma 7 Flavor 8 Texture 7 Overall 7
Die Optik erscheint in einem kräftig trübem Mix aus rot, pink und orange. Die nahezu weiße, feinporige Schaumkrone bläht sich rasch auf, fällt aber ebenso rasch wieder in sich zusammen. In der Nase machen sich frische, fruchtige Himbeernoten, welche von einer leicht laktischen Charakteristik unterlegt sind, breit. Der Antrunk kommt sehr frisch, kräftig rezent, angenehm säuerlich, fruchtig, mit schönen Himbeernoten und zarter Salzigkeit. Das Mundgefühl wird von einem sehr schlanken Körper geprägt, welcher von einer erfrischenden, sehr präsenten und kräftig moussierenden Rezenz, einer seidigen Textur und einer angenehm säuerlich-herben Trockenheit begleitet wird. Auf Zunge und Gaumen dominiert die angenehme Säure mit der frischen Fruchtigkeit der Himbeere, einer leicht laktischen Charakteristik, leichter Salzigkeit und einer passend säuerlich-herben Note. Dieses Zusammenspiel wirkt sehr angenehm, erfrischend, harmonisch, hat aromatisch recht viel von einem Himbeerkracherl, jedoch ohne süß oder limonadig zu sein. Das wirkt schon sehr ansprechend und kann im Sommer ein absoluter Gamechanger sein, wenn es um die Auswahl eines Erfrischungsgetränks geht. Im Nachtrunk bauen Rezenz und Säure rasch ab und lassen erstmal Platz für die fruchtigen Noten, welche von einer leichten Herbe, Trockenheit und Adstringenz gefolgt werden.
Tried from Can on 01 Nov 2025 at 02:22

6.8/10 Appearance 8 Aroma 6.5 Flavor 6.5 Texture 7 Overall 6.5
Optisch typisch "hazy" und goldocker mit kräftiger, feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone gibt sich dabei cremig-fluffig, sehr stabil und langlebig. In der Nase dominieren kräftige, grasige, reif zitrusartige, tropisch fruchtige bis patchouliartige Hopfennoten. Der Antrunk kommt frisch, feinrezent, leicht hell- bis zart karamellmalzig und duftig, leicht floral bis fruchtig (reife Zitrusfrucht, tropisch), patchouliartig und leicht herb Hopfenaromatisch. Der Körper zeigt sich mit mäßiger Fülle, sehr feiner Rezenz, seidiger bis leicht samtiger Textur und zarter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen machen sich die bereits erwähnten Aromen breit. Über der zarten, hellen bis leicht karamelligen Malzbasis tummeln sich die bunten Hopfenaromen, die duftig, floral, fruchtig (reife Zitrusfrüchte, tropisch), aber auch ätherisch anklingen und, wie bereits erwähnt, relativ stark an Patchouli erinnern.Dazu wirkt eine leichte, grasige bis bittere Hopfenaromatik. Abgesehen von der doch relativ dominanten Patchoulinote, die ich persönlich eher weniger mag, zeigt sich dieses Hazy IPA doch recht ausgewogen, ansprechend und gut komponiert. Auch wenn man die Drinkability in meinem Fall als "gehemmt" bezeichnen muss, kann ich mir vorstellen, dass diese für Menschen, denen Patchouli genehmer ist als mir, durchaus in entsprechend hohem Maße gegeben ist. Daher will ich das gar nicht als allzu negativ in meine Bewertung einfließen lassen. Im Nachtrunk wirkt die Gesamtaromatik grundsätzlich schön nach, reißt dann aber doch nach 10 bis 15 Sekunden urplötzlich ab.
Tried from Bottle on 01 Nov 2025 at 01:54

Botrytis added a new beer Peacock X by Crow Brewery
8 months ago


7.8/10 Appearance 8 Aroma 7.5 Flavor 7.5 Texture 8 Overall 8
Optisch präsentiert sich dieses Bier hefetrüb in dunkler kastanienbrauner Farbe mit orangefarbenen Reflexen. Die elfenbeinfarbene, feinporige Schaumkrone gibt sich dabei flaumig und gut haltbar. In der Nase vermengen sich typisch hefige Weizennoten von reifer Banane mit angenehm selchigem Buchenrauchmalz. Der Antrunk kommt frisch, kräftig rezent und wie bereits in der Nase, mit Noten von reifer Banane und angenehmen Buchenrauch. Der Körper zeigt eine angemessene Fülle mit hoher und feiner Rezenz, samtiger Textur und leichter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch zeigen sich auch weiterhin die Vorzüge und Stärken der eingesetzten Rohstoffe. Die weizentypische Haptik mit der dazugehörigen gelben Banane der obergärigen Hefe und einer zarten, weizentypischen Säure welche sich wunderbar mit der angenehmen, selchigen Rauchigkeit des Buchenrauchmalzes, welches man auch eindeutig als das typische Schlenkerla-Rauchmalz erkennt, verbinden. Auch wenn sich das "interessant" liest, entsteht eine sehr schöne Harmonie und ein durchaus uriger und rustikaler Gesamteindruck. Für einen Rauchbierfreund wird sich auch eine hohe Drinkability offenbaren und man neigt dazu, große Schlucke zu nehmen. Im Nachtrunk wirkt die Gesmataromatik ganz gut nach und eine sehr zarte Trockenheit kommt auf, welche sofort zum nächsten Schluck animiert.
Fazit: Als Speisebegleiter ein unglaublicher Joker, da Weizenbier generell schon ein sehr guter Allrounder ist. So eignet sich dieses Rauchweizen zu beinahe sämtlichen Dingern, die auf BBQ/Grill/Smoker oder was auch immer, landen. Ich persönlich würde sogar versuchen, reife Bananen gemeinsam mit diesem Bier am Grill weichziehen oder leicht einkochen zu lassen und als Dessert (eventuell gemeinsam mit einer Kugel Vanilleeis) zu servieren. An dieses Bier können so viele tolle Aromen, von röstig, rauchig, karamellig, maillardgeprägt, über nussig und schokoladig bis hin zu Vanille, Sahne oder auch Frucht andocken.
Tried from Bottle on 01 Nov 2025 at 01:04

Botrytis has a new country beer tick achievement

Level 2 for United States ticks with a total of 10 from this country.
Narwhal Imperial Stout from Sierra Nevada Brewing Company was the one that did it!
8 months ago


9.4/10 Appearance 10 Aroma 9 Flavor 9.5 Texture 9 Overall 9.5
Lichtundurchdringlich tiefschwarz! Die braune, feinporige bis cremige Schaumkrone zeigt sich dabei unwahrscheinlich langlebig. In der Nase mischen sich tiefe, dunkle Malznoten von dunkler Schokolade, Mokka, Dörrobst, Likör und Rumtopf mit frischen, leicht floralen und gut kräuterigen Hopfennoten. Der Antrunk kommt wie eine Bombe - sehr fein rezent, gewaltig röstmalzaromatisch mit Noten von sehr dunkler Schokolade und Mokka. Dazu sehr präsente, aber angenehm likörige, alkoholische Rumtopfnoten und eine leicht trockene, kräuterige Hopfenpräsenz. Das Mundgefühl wird von einem vollen und wuchtigen Körper mit sehr feiner Rezenz, ölig-cremiger Textur, angenehmer Wärme und leichter Trockenheit eingenommen. Auf Zunge und Gaumen machen sich die überaus kräftigen Malznoten von sehr dunkler Schokolade, Mokka, einer zarten Rauchigkeit und einer zarten Röstmalzsäure gemeinsam mit sehr angenehmen und passenden, Dörrobst-, Likör- und Rumtopfnoten, welche aber in keiner Weise das Geschehen dominieren. Kaum merkbar, aber für die Ausgewogenheit immens wichtig, wirkt eine leicht trockene, kräuterige Hopfigkeit dagegen. Diese Eigenschaften erzeugen ein unglaublich schönes, sehr kräftiges, gehaltvolles, extraktreiches, hocharomatisches, aber sehr ausgewogenes und unfassbar gut trinkbares Imperial Stout, welches in dieser Stilistik sicherlich eines der absoluten Top-Exemplare darstellt. Im scheinbar endlosen Nachtrunk wirken die kräftigen Malznoten gemeinsam mit den angenehmen, likörigen Noten sehr gut und intensiv nach. Erst nach längerer Zeit bleibt eine zarte Röstmalzsäure und eine gute, leicht trockene, kräuterige Hopfenaromatik stehen. Nach sehr langer Zeit, wirken gerade diese Kräuternoten ungemein frisch und sehr angenehm.
Fazit: Von A bis Z fehlerfrei - von nichts zu viel, von nichts zu wenig.
Tried from Bottle on 01 Nov 2025 at 00:22