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Botrytis

Illmitz, Austria 🇦🇹 Member
Bierfachmann und Diplom Biersommelier

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Abtei Bier 2025 from Stiftsbrauerei Schlägl was the one that did it!
1 year ago


8.8/10 Appearance 8 Aroma 9 Flavor 8.5 Texture 10 Overall 8.5
Optisch tiefschwarz mit rubinroten Reflexen. Die hellbraune, feinporige Schaumkrone wirkt flaumig, mäßig stabil, aber gut haltbar. Der Duft überzeugt mit kräftigen, röstig-herben Noten von sehr dunkler Schokolade und Kaffee, die an Schwarzbier und Stout erinnern - so kräftig ist man das von klassischen dunklen Bockbieren nicht gewöhnt. Der Antrunk kommt sehr fein und weichrezent, leicht süßlich kakaoartig/schokoladig, aber dann auch kräftig röstig bis zartherb. Es zeigt sich ein Körper mit guter Fülle, sehr feiner Rezenz, weicher bis öliger Textur und einer angenehmen Trockenheit, die der leichten Süße überwiegt. Geschmacklich und aromatisch ist von dunklem Karamell über Kakao und Bitterschokolade bis hin zu Mokka alles dabei. Aber auch von leicht süßlichen Noten bis hin zu einer röstigen und leicht hopfig herben Bittere zeigt dieser, ich nenne ihn mal "schwarzen Bock", ein tolles und vielfältiges Geschmacksprofil. Trotz einer durchaus satten und vielfältigen Aromatik und seiner 7,1 % Alkohol bleibt dieses Bier sehr Harmonisch und überfordert in keiner Phase. Dadurch wirkt es auch sehr gefällig und kommt mit einer unglaublich hohen Drinkability an. Im Nachtrunk bleiben die kräftigen Röstmalznoten unglaublich gut und lange erhalten und weichen erst nach längerer Zeit einer leicht spitzen, röstigen und hopfigen Herbe bzw. Bittere.
Mein Fazit: Schwarzbierbock, untergäriges Imperial Stout, ... oder einfach "nur" Abteibier der Stiftsbrauerei Schlägl. Immer wieder können diese Kreationen überzeugen und bieten Biergenuss auf allerhöchstem Niveau!
Wenn es um Speiseempfehlungen geht... Kräftige Gerichte, die einen Touch Süße und Herbe vertragen, kräftiger Käse, Schwarzwälder Kirsch, Tiramisu/Bieramisu, ...
Tried from Bottle on 11 May 2025 at 18:33


7.3/10 Appearance 8 Aroma 7 Flavor 7 Texture 8 Overall 7
Die Optik zeigt sich in einem klaren Kupferrot mit orangeroten Reflexen und sehr feiner Perlage. Die elfenbein- bis nussbraune, feinporige Schaumkrone wirkt dabei flaumig-stabil und gut haltbar. In die Nase strömen sehr angenehme Noten von Getreide, Karamell, Malanoidin bzw. leichter Röstigkeit und reifen Beeren. Der Antrunk kommt frisch, angenehm rezent und kräftig, karamellig bis toastig, ja leicht röstig, aber auch leicht mastig. Es präsentiert sich ein Körper mit guter Fülle, frischer, feiner Rezenz, seidig-samtiger Textur und einem schönen Spiel aus leichter Süße und guter, klassischer Hopfenbittere. Auf Zunge und Gaumen dominieren selbstverständlich die breiten Malznoten von Karamell und Maillard/Malanoidin/Toasting bis hin zu einer leichten Röstigkeit und einer sehr klassischen, grasig-kräuterigen, leicht würzigen und trockenen Hopfenaromatik. Das schafft ein hervorragendes Spektrum an Aromen, ein wunderbares Zusammenspiel aus Malzsüße, leichter Röstherbe und trocken-herber Hopfenbittere. Letztendlich ergibt das auch eine recht gute Drinkability, hat aber durch die merkliche Mastigkeit auch eine gewisse Sättigungswirkung. Im Nachtrunk schwingen die Malzaromen in ihrer gesamten Bandbreite sehr gut nach und weichen zunehmend einer leicht trockenen, klassischen Hopfenaromatik.
Fazit: Was kann man zu Rotbier noch sagen? Ähnlich wie ein Wiener Lager oder ein Bayerisches Märzen gehört das zu meinen liebsten "einfach zu trinkenden" Stilen. Ob Feierabendbier, gutes Genussbier oder zu deftigen Speisen aller Art (Jausenplatte/Marend, Blutwurst, Wiener Schnitzel, Gulasch, Fränkisches Schäufele, ...) - solche Biere können das alles. Obwohl sich relativ rasch ein gewisser Sättigungseffekt einstellt, kann man davon problemlos mehr als zwei oder drei Einheiten nehmen.
Tried from Bottle on 11 May 2025 at 17:30

5.9/10 Appearance 7 Aroma 5 Flavor 5.5 Texture 7 Overall 6
Im Glas erstrahlt klares, helles Goldgelb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich dabei flaumig und gut haltbar. In der Nase vernimmt man eine pilsig anmutende, zarte, leicht getreidige und zitrusartige Aromatik, über die sich deutliche, grasig-heuige, kräuterige bis leicht florale Hopfennoten legen. Der Antrunk kommt sehr frisch, spritzig, zart malzig und sehr angenehm, klassisch (grasig, heuig, kräuterig, zart würzig und leicht floral) gehopft. Der Körper zeigt naturgemäß mit einer leichten Fülle, seidiger Textur und ist dabei erfrischend spritzig und angenehm trocken. Natürlich kann so ein Leichtbier keine Aromenbombe sein - dennoch kann dieses Bier mit einer schönen Harmonie und Ausgewogenheit, bei der der Hopfen etwas deutlicher in Szene gesetzt wird, gut punkten. Gerade an heißen Sommertagen werden sich die Vorteile dieses Bieres in seiner sehr guten Drinkability zeigen. Im Nachtrunk hält die Aromatik überraschend gut an und löst sich langsam auf. Danach bleibt ein sehr zarter Mix aus Getreide und Hopfenherbe stehen.
Fazit: Ich persönlich bevorzuge die klassischeren, etwas kräftigeren Stile, aber dem Trend des bewussten und reduzierten Alkoholkonsums folgend, hat die Privatbrauerei Gols ein richtig gutes Produkt in Bio-Qualität auf den Markt gebracht. Der Sommer kann kommen und ich bin mir sicher, dass ich auch hin und wieder zu einem Summabier greifen werde.
Tried from Bottle on 11 May 2025 at 16:50


7.4/10 Appearance 9 Aroma 8 Flavor 6.5 Texture 7 Overall 7
Ein vergessenes Bier von 2023 mit MHD 02.02.2024

Die Optik zeigt sich klar und tiefbernsteinfarben - leichte Perlage steigt hoch. Die, feinporige, elfenbeinfarbene Schaumkrone zeigt sich dabei überaus stabil und unglaublich langlebig. In der Nase nimmt man kräftige, getreidige, karamellige und würzig-honigartige Noten mit ganz leichtem Oxidationscharakter wahr. Der Antrunk kommt überraschend frisch, angenehm rezent, leicht karamellig, und würzig-herb bis bitter hopfig. Der Körper zeigt eine mäßige Fülle, frische, feine Rezenz, seidig weiche Textur und eine schöne Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen fallen die oxidativen Eigenschaften zwar etwas deutlicher auf, aber die Karamellnoten, der würzige Waldhonigcharakter mit einer leichten Süße, welche in eine recht deutliche Hopfenbittere übergeht, erzeugen ein nach wie vor sehr schönes, kräftiges und reifes Gesamtbild. Im Normalfall sind solche Biere nach dieser Zeit sowas von hinüber, aber in diesem Fall dürften einige Faktoren gepasst haben. Die saubere Arbeit der Brauerei - vom Kühlen der Würze bis hin zur Abfüllung, eine gute Hopfung und eine wohl ganz gute Lagerung meinerseits. Im Nachtrunk wirken die malzigen Noten von Karamell, Waldhonig und Hopfenwürze sehr gut und lange nach und es dauert eine gute Weile, bis sich eine würzige Hopfenbittere durchsetzt.
Fazit: Ich bin positiv überrascht, dass sich dieses Bier nach so langer Zeit immer noch so gut präsentiert.
Tried from Bottle on 11 May 2025 at 13:40

Botrytis added a new beer Amber Ale by Scientific Brewhouse
1 year ago


7.8/10 Appearance 8 Aroma 8.5 Flavor 7.5 Texture 7 Overall 7.5
Optisch präsentiert sich dieses Bier in einem trüben Orangeton. Die weiße, feinporige Schaumkrone wirkt dabei flaumig und hält, dem Stil entsprechend, mäßig gut. In der Nase vernimmt man sofort die volle, reiffruchtige Marillenaromatik, die sich mit zarten, fruchtig-herben Zitrusnoten und angenehmer Wildhefearomatik paart. Der Antrunk kommt sehr frisch, gut rezent und angenehm sauer. Der Körper zeigt eine mäßige Fülle, gute, hohe Rezenz, leichte bis zart seidige Textur und eine sauerbetonte Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen dominieren die fruchtigen Noten von Marille, leichtem Zitrus und einer leichten Weinigkeit. Dazu eine sehr angenehme und leicht zu fassende, zartherbe Wildhefecharakteristik. Ein überaus spannendes, charaktervolles und hochwertiges Trinkerlebnis! Im Nachtrunk schwingen die fruchtigen, säuerlich-herben Noten schön nach. Am Ende bleibt eine sehr prägnante, wildhefetypische Herbe über.
Fazit: Ein Bier, mit dem sicherlich nicht jeder etwas anfangen kann und mit dem man erst warm werden muss. In seiner Ausprägung und Charakteristik kann es aber auf jeden Fall mit den richtig guten Fruchtlambics mithalten.
Tried from Bottle on 09 May 2025 at 12:51

7.5/10 Appearance 8 Aroma 7.5 Flavor 7.5 Texture 7 Overall 7.5
Optisch zeigt sich dieses Bier schön gelb und gut trüb. Die weiße, feinporige, champagnerartige Schaumkrone hält aufgrund der Säure mäßig gut und ist auch kein Qualitätskriterium. In der Nase dominieren fruchtig-herbe Zitrusnoten (Limette, Zitrone, Grapefruit), welche von einer feinen Hefearomatik (inklusive wilde Hefen) und leicht grasigen Noten begleitet werden. Der Antrunk kommt sehr erfrischend, gut karbonisiert und fruchtig-herb zitrusartig. Grundsätzlich präsentiert sich ein Körper mit mäßiger Fülle, kräftiger, feiner Rezenz, feiner, seidiger Textur und angenehm saurer Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch sind nach wie vor die fruchtig-herben Zitrusnoten von Limette, Zitrone und Grapefruit dominant. Dazu nimmt man neben den zart grasig-kräuterigen bis würzigen Nuancen leichte Wildhefearomen wahr. So zeichnet sich ein harmonisches und anspruchsvolles Gesamtbild ab, welches diesem Bier eine schöne Eleganz, Charakter, aber auch eine gute Drinkability verleiht. Im Nachtrunk schwingen die fruchtig-herben Aromen gut nach und es bleibt eine angenehm säuerlich-herbe Aromatik über.
Fazit: Ein Bier, welches durchaus hohen Ansprüchen gerecht wird und mit dem man auch bei vielen Menschen punkten kann, die keine Biertrinker sind.
Tried from Bottle on 09 May 2025 at 12:08