Bierfachmann und Diplom Biersommelier

 Activity
9.3/10 — Appearance 9 Aroma 9 Flavor 9.5 Texture 10 Overall 9
Die Optik dieser Spezialität erscheint tiefschwarz und lichtundurchdringlich. Die hellbraune, fein- bis mittelporige Schaumkrone fällt relativ dünn aus, lässt sich aber auf den ziemlich hohen Alkoholgehalt zurückführen. Breitmalzige bis leicht alkoholische Duftnoten von Schokolade, Kakao, Likör, Mokka und Dörrobst erfüllen die Nase. Der Antrunk kommt breitmalzig, süßlich, röstig, feinrezent und bringt eine zarte Röstmalzsäure mit. Der überaus volle, wuchtige Körper überzeugt mit feiner Rezenz, samtiger bis cremiger Textur, leichter Wärme und Süße. Auf Zunge und Gaumen breitet sich eine unglaubliche Vielfalt an Aromen aus. Dunkle Schokolade, Kakao, Vanille und zarte Tannine vom Holzfass, Likör/Sherry, Mokka, leichte Dörrobst- bis Rumtopfnoten. Die alkoholische Note bleibt dabei sehr angenehm, überhaupt nicht scharf und überfordert in keinster Weise. Das Gesamtbild erscheint überaus dicht und vielschichtig, bleibt aber sehr angenehm und durchaus gut trinkbar. Im Nachtrunk bauen Alkohol und Röstsäure langsam ab. Danach langanhaltend wärmend mit wunderbaren Noten von Schokolade, Kakao, Mokka und Holzfass (Vanille, zarte Tannine).
Fazit: Ein holzfassgereiftes Imperial Stout auf sehr hohem Niveau, welches zu schokoladigen Weihnachtskeksen, Schokokuchen, etc. passt.
Tried from Bottle on 24 Dec 2025 at 10:19

Botrytis updated a beer: Dolio Imperial Stout French Oak Barrel aged N° 132 brewed by Brauerei Lemke
9 months ago


8/10 — Appearance 6 Aroma 8 Flavor 9 Texture 8 Overall 8
Optisch dunkel bernsteinfarben bis orangebraun und kräftig trüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone hält dabei mäßig gut. Sehr intensiver, reiffruchtig-bananiger und würziger Duft mit schönen Anklängen von Schokolade und Vanille. Der Antrunk kommt sehr kräftig, breitmalzig, alkoholisch, feinrezent, reiffruchtig, würzig und zart herb - eine wahre Aromenbombe! Im Mund explodiert ein kräftiger, voluminöser Körper mit feiner Rezenz, sämiger Textur, angenehmer Wärme und leichter, reiffruchtiger Süße. Geschmacklich und aromatisch nimmt man kräftige Whiskyfassaromen mit leichter Alkoholschärfe und schönen Fassnoten (Vanille) wahr. Dazu gesellen sich Noten von reifer Banane und zart würzige bis waldhonigartige Anklänge. Auch die Maiwipferl kommen leicht durch. Für den aktuellen Jahrgang bereits sehr harmonisch und sehr angenehm. Wesentlich weniger alkoholscharf als der Vorgänger aus dem Jahre 2024 - daher vielleicht schon etwas früher am Höhepunkt (evtl. 2027 bis 2028). Der gut anhaltende Nachtrunk wirkt sehr angenehm, überhaupt nicht scharf, reiffruchtig bananig, leicht würzig mit sehr langlebigen Holzfassnoten von Vanille und zartem Rauch inklusive zarten Tanninen.
Fazit: Ein ausgesprochen tolles Winterbier, welches aber auch noch Potential zur Lagerung hat.
Tried from Bottle on 24 Dec 2025 at 09:57


7.8/10 — Appearance 7 Aroma 8 Flavor 8.5 Texture 7 Overall 7.5
Die Optik erscheint in hellem Gelb mit zartem Glanz und feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone fällt aufgrund der zu erwartenden Säure rasch zusammen und darf als stiltypisch bezeichnet werden. In der Nase vernimmt man feine Wildhefenoten mit fruchtigem Charakter, der an Zitrusfrüchte, aber auch reiffruchtige Birne erinnert. Der Antrunk kommt frisch, sauer und kräftig rezent mit einer angenehmen Zitrusnote. Der hochvergorene Körper wirkt trotz seiner 7,2 % Alkohol sehr schlank, moussiert leicht und hoch- aber feinrezent im Mund und zeichnet sich durch eine seidige Textur und hohe Trockenheit aus. Geschmacklich und aromatisch erwartet einem eine vielschichtige bis komplexe Säurestruktur, sehr gute Fruchnoten von Zitrus und reifem Kernobst (Birne). Dazu schwingt permanent ein feiner Wildhefecharakter mit leichter Herbe und zarten Brett-Noten mit. Gesamtbetrachtet eine sehr erfrischende und vielfältige Sache mit toller Säurekomplexität. Im Nachtrunk baut die Säure gut ab und bleibt sehr fruchtig und leicht herb. Schöne Wildhefenoten mit zarter Pferdedecke.
Fazit: Spitzenprodukt!
Tried from Bottle on 24 Dec 2025 at 09:01

8.3/10 — Appearance 7 Aroma 8 Flavor 9 Texture 8 Overall 8.5
Die Optik gibt sich schön gülden mit zart trübem Glanz. Die weiße, feinporige Schaumkrone wirkt dabei wässerig-flaumig und hält sehr gut. Die Duftaromatik von Milchsäuregärung mit fruchtig-floralen Noten von Pfirsich/Marille legt defintiv einen schönen Start hin. Der Antrunk kommt sehr frisch, schön spritzig und säuerlich fruchtig bis fruchtig-herb. Im Mund präsentiert sich ein sehr gefälliger, durchaus fülliger, aber dennoch eleganter Körper mit kräftig-feiner Rezenz, leichter Textur, fruchtiger Säure und zart säuerlicher Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch harmoniert die deutliche, aber nicht zu kräftige Säure mit den fruchtigen Noten von Pfirsich, Marille, frühreifen Beeren und frühreifen Trauben unglaublich gut. Den Einsatz von Simcoe und Cascade Hopfen würde man gar nicht vermuten, aber bei 25 Bittereinheiten stinkt der gegen die relativ hohe Säure vermutlich nur marginal an. Gesamt betrachtet bleibt ein unfassbar harmonisches, erfrischendes, aber dennoch eindrucksvolles und durchaus charaktervolles Gesamtbild mit überraschender Fülle stehen. Die Drinkability für ein Sour ist dabei enorm hoch und es macht eine riesen Freude, dieses Bier zu trinken. Im Nachtrunk bauen Rezenz und Säure ab - die fruchtigen und fülligen Noten, welche wahrscheinlich von der Malzbasis stammen, wirken gut nach. Im Finish wirkt eine leicht säuerliche Herbe, die zum nächsten Schluck anregt.
Tried from Can on 22 Dec 2025 at 01:08

7.3/10 — Appearance 8 Aroma 6.5 Flavor 7.5 Texture 7 Overall 7.5
Optisch lichtundurchdringlich tiefschwarz. Die feinporige, mittelbraune Schaumkrone wirkt dabei flaumig und langlebig. In der Nase lassen sich leichte, röstige Malznoten von dunkler Schokolade, Kakao und Mokka wahrnehmen. Ebenso eine angenehme Kräuterigkeit. Zarte Frucht- und Rauchnotten flirren im Hintergrund mit. Der Antrunk kommt frisch, für ein Stout etwas kräftig rezent, röstig, schokoladig, kakaoartig und zart trocken, kräuterig. Der Körper präsentiert sich mit angenehmer Fülle, kräftigfeiner Rezenz, seidig-samtiger Textur und sehr zarter, schoko-herber Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren die röstigen Noten von Schokolade, Kakao, Mokka, sehr zartem Rauch, aber auch die gut eingebundene leicht trockene, kräuterige Herbe. Mit den schokoladigen und kakaoartigen Noten scheint eine zarte Süße im Spiel zu sein, die aber durch die herben Noten gut in Schach gehalten werden und das Gesamtbild letztendlich auch sehr kompakt und harmonisch erscheint. Dadurch dass keine Aromen in irgendein Extrem ausschlagen, stört auch die etwas hohe Rezenz nicht zu sehr und es entsteht eine sehr gute Drinkability. Im Nachtrunk bauen die Malznoten langsam ab und es entsteht ein leicht trockenes Mundgefühl, welches zum Weitertrinken animiert.
Tried from Can on 21 Dec 2025 at 23:56

5.1/10 — Appearance 6 Aroma 5 Flavor 5 Texture 5 Overall 5
Die Optik gibt sich tiefschwarz und möglicherweise auch leicht trüb. Die hellbraune Schaumkrone fällt sehr grobporigig aus und fällt sofort auf einen sehr dünnen Teppich zusammen. Die Duftaromatik hält sich sehr zurück. Neben sehr zarten Röstmalznoten vernimmt man leichte Noten von roten Früchten. Der Antrunk kommt feinrezent, röstig herb und leicht fruchtig. Im Mund zeigt sich ein Körper mit leichter Fülle, feiner Rezenz, wenig Textur, zarter Fruchtigkeit und einem undefinierbaren Spiel aus fruchtiger Süße, leichter Säure und zarter Herbe. Geschmacklich und aromatisch setzen sich die bereits vernommenen Aromen fort. Leichte Röstnoten, leichte Noten von rotem Steinobst und Beeren, zarte Säure und leichte Herbe - alles nicht unbedingt schlecht, aber dennoch nichts Konkretes. Ein wahrer Charakter oder ein wahres Bild lässt sich nicht ausmachen - somit etwas unrund oder unkomplett. So hält sich auch die Trinkfreude in Grenzen und man weiß nicht so recht, was man mit diesem Bier anfangen soll. Im Nachtrunk fällt die Aromatik relativ rasch ab und es bleibt eine zarte Säure gemeinsam mit einer eher undefinierbaren, leichten Trockenheit über.
Tried from Can on 21 Dec 2025 at 23:20

8.9/10 — Appearance 10 Aroma 9 Flavor 9 Texture 7 Overall 9
Optisch nahezu tiefschwarz und klar mit rotbraunen Reflexen. Durch die Stickstoffkapsel ergibt sich eine unfassbar feine Perlage, welche letztendlich eine sehr cremige, stabile und langlebige, hellbraune Schaumkrone zur Folge hat. Der stiltypische Duft erreicht die Nase mit wunderbarer Röstmalzaromatik von sehr dunkler Schokolade, Mokka, aber auch deutlichen Rauchnoten. Der Antrunk kommt frisch, sehr fein und weichrezent, kräftig röstig, schokoladig, kaffeeartig bis rauchig und sehr zart herb. Im Mund zeigt sich ein leichter, aber kräftig röstiger Körper mit sehr zarter und feiner Rezenz, leichter bis zart seidiger Textur und leichter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch setzen sich die ersten Eindrücke fort... extrem dunkle bis zart herbe Schokonoten, Mokka und eine angenehme Rauchigkeit in der Röstmalzaromatik. Ohne je einen Hauch von Süße aufkommen zu lassen und ohne dass es auffällt, gehen diese röstig-herben Malznoten in eine leicht trocken-herbe Hopfenaromatik über. Eine zarte Röstsäure prickelt dabei sehr sanft auf der Zunge. Aromatisch grundsätzlich überschaubar, aber intensiv röstig bis rauchig mit allen Facetten die Röstmalz bieten kann. Dazu trocken und leicht herb ausgelegt. Sehr stiltypisch, harmonisch und durchaus elegant. Diese Eigenschaften, gepaart mit der sehr feinen Karbonisierung schaffen eine unglaublich hohe Drinkability und es macht eine große Freude, dieses Bier zu trinken. Im Nachtrunk wirken die röstig-rauchigen Malznoten sehr gut und lange nach und gehen sehr langsam in eine röstige Herbe über, die scheinbar unendlich lange stehen bleibt.
Fazit: Ob Guinness oder O'Hara's... das sind wahrscheinlich die Benchmarks was Irish Stout betrifft. Es mag vermutlich das eine oder andere Stout geben, welches den größeren Wow-Effekt auslöst, aber man muss schon festhalten, dass Biere wie dieses schon den Stil auf den Punkt treffen und in ihrer gesamten Erscheinung schon so gut wie perfekt sind. Alleine wenn ich mir am Ende das Glas anschaue... ein immer noch haftender Schaumteppich am Glasrand und am Boden bleibt 1 cm cremiger, an Rasierschaum erinnernder, Schaum über... perfekt!
Tried from Can on 21 Dec 2025 at 22:51

Botrytis has a new country beer tick achievement
Level 4 for England ticks with a total of 25 from this country.
Hawes Golden IPA from Yorkshire Dales Brewing Co. was the one that did it!
9 months ago