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Botrytis

Illmitz, Austria 🇦🇹 Member
Bierfachmann und Diplom Biersommelier

 Activity
8.9/10 Appearance 10 Aroma 9 Flavor 9 Texture 7 Overall 9
Optisch nahezu tiefschwarz und klar mit rotbraunen Reflexen. Durch die Stickstoffkapsel ergibt sich eine unfassbar feine Perlage, welche letztendlich eine sehr cremige, stabile und langlebige, hellbraune Schaumkrone zur Folge hat. Der stiltypische Duft erreicht die Nase mit wunderbarer Röstmalzaromatik von sehr dunkler Schokolade, Mokka, aber auch deutlichen Rauchnoten. Der Antrunk kommt frisch, sehr fein und weichrezent, kräftig röstig, schokoladig, kaffeeartig bis rauchig und sehr zart herb. Im Mund zeigt sich ein leichter, aber kräftig röstiger Körper mit sehr zarter und feiner Rezenz, leichter bis zart seidiger Textur und leichter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch setzen sich die ersten Eindrücke fort... extrem dunkle bis zart herbe Schokonoten, Mokka und eine angenehme Rauchigkeit in der Röstmalzaromatik. Ohne je einen Hauch von Süße aufkommen zu lassen und ohne dass es auffällt, gehen diese röstig-herben Malznoten in eine leicht trocken-herbe Hopfenaromatik über. Eine zarte Röstsäure prickelt dabei sehr sanft auf der Zunge. Aromatisch grundsätzlich überschaubar, aber intensiv röstig bis rauchig mit allen Facetten die Röstmalz bieten kann. Dazu trocken und leicht herb ausgelegt. Sehr stiltypisch, harmonisch und durchaus elegant. Diese Eigenschaften, gepaart mit der sehr feinen Karbonisierung schaffen eine unglaublich hohe Drinkability und es macht eine große Freude, dieses Bier zu trinken. Im Nachtrunk wirken die röstig-rauchigen Malznoten sehr gut und lange nach und gehen sehr langsam in eine röstige Herbe über, die scheinbar unendlich lange stehen bleibt.
Fazit: Ob Guinness oder O'Hara's... das sind wahrscheinlich die Benchmarks was Irish Stout betrifft. Es mag vermutlich das eine oder andere Stout geben, welches den größeren Wow-Effekt auslöst, aber man muss schon festhalten, dass Biere wie dieses schon den Stil auf den Punkt treffen und in ihrer gesamten Erscheinung schon so gut wie perfekt sind. Alleine wenn ich mir am Ende das Glas anschaue... ein immer noch haftender Schaumteppich am Glasrand und am Boden bleibt 1 cm cremiger, an Rasierschaum erinnernder, Schaum über... perfekt!
Tried from Can on 21 Dec 2025 at 22:51

Botrytis has a new country beer tick achievement

Level 4 for England ticks with a total of 25 from this country.
Hawes Golden IPA from Yorkshire Dales Brewing Co. was the one that did it!
6 months ago


8.8/10 Appearance 10 Aroma 8 Flavor 9 Texture 8 Overall 9
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine Großcousine, die mir immer wieder von diversen Ausflügen und Urlauben ganz interessante Biere mitbringt!

Im Glas erscheint dieses Golden IPA glanzfein und bernsteinfarben mit kräftiger, feiner Perlage. Die feiporige Schaumkrone erscheint in gebrochenem Weiß und ist dabei flaumig-stabil und unfassbar langlebig. Der Duft lässt Gutes erahnen... karamellige bis toffeeartige (eventuell auch leichtes Diacetyl) Malznoten, die sich mit reifen Steinobstnoten, aber vor allem mit kräuteriger Hopfenaromatik zu einem schönen olfaktorischen Gesamtbild vereinen. Der Antrunk kommt sehr angenehm, kräftig feinrezent, toastig bis gut karamellig malzig und wunderbar kräuterig und passend bitter Hopfenaromatisch. Im Mund zeigt sich ein Körper mit mäßiger Fülle, kräftig-feiner Rezenz, seidiger Textur und dem Stil entsprechender Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch hat dieses Bier alles zu bieten, was ein klassisches IPA ausmacht. Eine anfangs süßlich anmutende, toastige bis karamellige Malzbasis, die in eine wunderbar aromatische, aber auch merklich bittere Hopfenaromatik mit Noten von Kräutern und würzigem Schwarztee und vielleicht sogar auch Bergamotte übergeht. Definitiv kein Diacetyl! Das Gesamtbild würde ich vielleicht noch nicht als komplex bezeichnen, aber doch als sehr spannend, vielfältig, ausgewogen und wahnsinnig schön komponiert. Sehr klassisch - aber mit einem zarten Pep. Obwohl mit Cascade, Amarillo und Herkules gehopft, hätte ich fest darauf getippt, dass in erster Linie klassischer East Kent Golding im Spiel ist - aber so kann man sich täuschen. Fakt ist... wer klassische IPAs mag, wird dieses lieben und die hohe Drinkability spricht für sich! Im langlebigen Nachtrunk wirken die karamellig-malzigen Noten gemeinsam mit der kräuterrigen Hopfenaromatik gut nach und nach einer Weile legt sich eine prägnante bittere Hopfennote mit zarter Kräuterigkeit und ausgeprägter Schwarzteearomatik für lange Zeit in Mundhöhle, Rachen und Kehle und regen zum Weitertrinken an.
Fazit: Was klassische IPAs betrifft, sicherlich eines der besten die ich bisher verkosten durfte.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 21:50

7.1/10 Appearance 9 Aroma 7 Flavor 6.5 Texture 7 Overall 7
Der Bio-Bock von Stiegl erstrahlt in tiefem Goldbelb bis hellem Bernstein mit leichtem Glanz und sehr feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone verhält sich dabei flaumig und langlebig. In der Nase breitet sich volles, helles Malzaroma mit leicht fruchtigem Anklang von Orange und kräuteriger Hopfenaromatik aus. Der Antrunk kommt frisch, weichrezent, kräftig und süßlich malzig, zart fruchtig und angemessen hopfenbitter. Der Körper zeigt sich mit sehr guter Fülle, feiner und weicher Rezenz, seidig-samtiger Textur, zarter Wärme und zarter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen zeigt sich ein gefälliger, heller Bock mit kräftiger, leicht süßlicher Malzbasis, leichter Fruchtigkeit, leichten Alkoholnoten und dementsprechender Wärme, aber auch einer kräuterigen, leicht herben Hopfenaromatik, die für den nötigen Gegenpol sorgt, damit dieses Bier eine schöne Ausgewogenheit und angenehme Drinkability erreicht. Eine absolut runde und schöne Sache! Im Nachtrunk hält die Malzaromatik gemeinsam mit der leichten Wärme und der dazugehörigen Alkoholnote, die aber im gesamten Trinkverlauf nie scharf oder spritig wird, gut und lange an. Die alkoholische Wärme verlagert sich gemeinsam mit einer leicht trockenen und zart herben Hopfenaromatik zunehmend mehr und mehr in die Kehle.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 21:16

6.3/10 Appearance 9 Aroma 7 Flavor 4.5 Texture 7 Overall 5.5
Optisch tiefbernsteinfarben bis orange-kupfer und gut trüb. Die elfenbeinfarbene, feinporige Schaumkrone ist flaumig und hält ausgesprochen gut. In der Nase vernimmt man Noten von Biscuit, leichtem Karamell und einen esterigen Hauch von rotem Apfel, welcher zusammen mit der leichten Würzigkeit an Bratapfel erinnert. Der Antrunk kommt frisch, weichrezent, brotig bis karamellig malzig und esterig-fruchtig (roter Apfel). Im Mund präsentiert sich ein Körper mit guter Fülle, sehr feiner Rezenz, samtiger Textur und sehr leichter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren die brotigen bis karamelligen Malznoten, sowie die fruchtige Esternote von rotem Apfel, die dieses Bier etwas mastig wirken lässt. Klassische Hopfennoten, die dem entgegenwirken könnten, sind vielleicht etwas zu schwach ausgeprägt. Das lässt dieses Bier etwas schwerfällig und vielleicht nicht ganz harmonisch wirken. Entsprechend gebremst fällt dadurch leider auch die Drinkability aus. Im Nachtrunk fallen die malzigen Noten relativ rasch ab und estrige Noten von rotem Apfel bleiben relativ lange erhalten. Hopfen tritt dabei so gut wie gar nicht in Erscheinung.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 20:47

6.8/10 Appearance 8 Aroma 8 Flavor 5.5 Texture 7 Overall 6
Die Optik des Wintertraums erscheint wunderbar bernsteinfarben mit leichtem Glanz und angemessen feiner Perlage. Die weiße, feinporige Schaumkrone verhält sich dabei flaumig und gut haltbar. In der Nase vernimmt man leichtes Getreide mit brotigen, toastigen und leicht karamelligen Malznoten. Eine leicht trockene, heuige bis kräuterige Hopfennote schwingt dabei im Hintergrund mit. Der Antrunk kommt frisch, passend rezent, brotig bis toastig malzig und trocken herb. Im Mund breitet sich ein Körper mit mäßiger Fülle, kräftig-feiner Rezenz, seidiger Textur und guter Trockenheit aus. Auf Zunge und Gaumen breiten sich getreidige und brotige bis toastig-karamellige Malznoten aus, die von einer sehr präsenten, trockenen, heuigen und kräuterigen Hopfenherbe mehr als im Zaum gehalten werden. So wirkt dieses Wintermärzen überraschend trocken, bleibt aber angenehm und sehr gut trinkbar. Im Nachtrunk bauen die Malznoten relativ rasch ab und die heuig-kräuterige, trockene, doch relativ herbe Hopfennoten übernehmen und halten lange an.
Tried from Bottle on 21 Dec 2025 at 20:27

Botrytis added a new beer Kap-Vin by Brouwerij De Kapoen
6 months ago


Botrytis added a new brewery: Brouwerij De Kapoen located in Belgium
6 months ago


8/10 Appearance 7 Aroma 8.5 Flavor 8 Texture 7 Overall 8.5
Optisch rotkupferfarben und klar. Die elfenbeinfarbene, feinporige Schaumkrone fällt rasch auf etwa 5 mm zuammen. Der Duft überzeugt mit überaus kräftigen Malznoten von Karamell, Waldhonig, Brotkruste und leichtem Röstmalz, aber auch würzig-holzig und Noten von roten Früchten wie reifen Beeren und Herzkirsche. Der Antrunk kommt kräftig malzbetont, süßlich, leicht wärmend likörig-alkoholisch, aber auch reiffruchtig bis dörrobst- oder rummobstartig mit beerigen Noten und einer zarten Herbe. Der Körper zeigt sich mit einer kräftigen Fülle, feiner Rezenz, leicht samtiger Textur, zarter Wärme und zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch dominieren weiterhin die breiten, karamelligen, würzig-waldhonigartigen, leicht röstigen Malzaromen und die sehr reifen, süß anmutenden, marmeladigen bis likörigen Beerennoten. Die leichte Hopfenherbe geht dabei so gut wie unter, sorgt aber für die nötige Stabilität und Ausgewogenheit. Letztendlich darf man von einem wirklich tollen, voluminösen und harmonischen Gesamtbild sprechen, der einem Doppelbock absolut gerecht wird. Die Trinkfreude und der Spaßfaktor sind definitiv hoch! Im Nachtrunk wirken die malzigen und fruchtigen Noten schön nach und übergeben das Geschehen langsam an eine leicht trockene Hopfenherbe. Eine gewisse Fruchtigkeit schwingt dabei aber weiterhin mit.
Tried from Bottle on 07 Nov 2025 at 02:17

8.6/10 Appearance 10 Aroma 7 Flavor 9.5 Texture 8 Overall 9
Optisch hellgoldgelb und weitestgehend klar mit sehr feiner Perlage. Die opulente, weiße, feinporige Schaumkrone gibt sich dabei flaumig und langlebig. Die Duftaromatik hält sich leicht zurück und lässt leichte, helle Malznoten und zart zitrusartige Noten, die an Zesten und vor allem Bergamotte, welche man auch von Earl Grey Tee kennt, erinnern, zu. Der Antrunk kommt frisch, weich und feinrezent, zart süßlich malzig und sofort klassisch bitter und zart aromatisch hopfenbetont. Der Körper zeigt sich mit mäßiger Fülle, feiner und weicher Rezenz, seidig-samtiger Textur und guter Trockenheit. Auf Zunge und Gaumen legt sich eine leichte, helle Malzbasis aus, über der sich zarte Zitrusnoten, die an Zesten und Bergamotte erinnern, wahrnehmen lassen. Eine sehr deutliche, kräftige Hopfenbittere drückt dabei permanent dagegen, damit man auch merkt, dass dieses Bier massiv hopfenbetont sein will - und das tut es auch. Freunde des modernen IPAs werden enttäuscht sein. Freunde des klassischen IPAs hingegen werden jubeln. Durch die Note der Bergamotte, dieser sanften, zitrus-herben Charakteristik, wirkt dieses IPA auch irgendwo wie der Gentleman unter sämtlichen IPA-Stilen. Für mich verkörptert dieses Bier auch genau das. Trotz seiner kräftigen Bitternoten wirkt dieses Bier so klar und echt und lässt sich auch unwahrscheinlich gut trinken. Im Nachtrunk hält die Aromatik von leichtem Malz, leichter Fruchtigkeit und leicht fruchtiger Herbe schön an und wandelt sich langsam in eine leicht trockene, deutliche Hopfenbittere, die sich in Mundhöhle und Rachen legt.
Fazit: Der Gentleman unter den modernen IPAs, wobei sich modern nicht auf die Hopfung, sondern auf die sehr helle Malzschüttung bezieht.
Tried from Bottle on 07 Nov 2025 at 01:30