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Botrytis

Illmitz, Austria 🇦🇹 Member
Bierfachmann und Diplom Biersommelier

 Activity
6.3/10 Appearance 6 Aroma 6 Flavor 6 Texture 8 Overall 6
An erster Stelle ein großer Dank an Vicky und Chris für das überaus interessante Mitbringsel aus Belgien!

Die Optik dieses Bieres erstrahlt klar und hellbernsteinfarben. Feine Perlage steigt nach oben. Die weiße, feinporige, fast champagnerartige Schaumkrone fällt rasch in sich zusammen. Die Duftaromatik wirkt sehr kräftig, reiffruchtig weinig bis floral und leicht honigartig mit Noten von Marille und Pfirsich, weinig hefig und leicht oxidativ. Der Antrunk kommt opulent und schwer, reiffruchtig und saftig-weinig, süßlich und leicht alkoholisch. Das Mundgefühl wird von einem vollen Körper mit sehr feiner Rezenz, beinahe öliger Textur, leicht wärmendem Alkohol und leichter Süße geprägt. Auf Zunge und Gaumen wird das Gefühl von Spätlese erzeugt. Die verschiedenen Traubensorten bringen kräftige und vielfältige Fruchtnoten, die an Weiße Traube, Pfirsich, Grüner Apfel, Stachelbeere, aber auch floralen Honig erinnern. Dazu macht sich nun auch ein leichtes, aber vielschichtiges Säurespektrum breit, welches die doch sehr satten Fruchtnoten schön ausgleicht. Gemeinsam mit dem leicht weinigen und feinen Hefecharakter ergibt das ein sehr schönes und außergewöhnliches Gesamtbild, jedoch weiß ich nicht, ob man damit Wein- und Biertrinker gänzlich überzeugen kann, da es doch ein relativ hohes Verständnis für diese Kreation erfordert. Ich persönlich würde auch eher Grape Ales als Bier-Wein-Hybride bevorzugen. Aufgrund der doch sehr dichten und voluminösen Haptik und Aromatik hält sich die Drinkability in Grenzen. Im Nachtrunk fallen Säure, Restrezenz und Aromatik rasch ab und es bleiben zart fruchtige, weinig-hefige und zart bittere Noten über.
Mein Fazit: Grundsätzlich eine sehr coole Sache, aber die beste Kombination aus beiden Welten (Bier und Wein) funktioniert meines Erachtens nur über eine gemeinsame Fermentation.
Tried from Bottle on 24 Mar 2026 at 21:40

8.6/10 Appearance 6 Aroma 9.5 Flavor 9.5 Texture 7 Overall 9
Optisch wunderbar goldgelb und opaltrüb mit sehr feiner Perlage. Der weiße, champagnerartige Schaum fällt relativ rasch zusammen. Der Duft besticht durch Noten der laktischen Fermentation und sehr frischer Fruchtigkeit und leichtem, fruchtig-weinigem Hefeton. Der Antrunk kommt sehr frisch, kräftig spritzig, säuerlich und überaus reiffruchtig (Riesling). Der Körper präsentiert sich mit einer überraschend guten Fülle, sehr kräftiger, aber feiner Rezenz, seidiger Textur und bei aller Fruchtigkeit, mit leichter Trockenheit. Geschmack und Aromen zeigen sich sehr vielfältig. Überaus dominant zeigen sich die erfrischende Säure und die fruchtigen bis fruchtig-säuerlichen und zart fruchtig-herben Noten der Riesling-Trauben, die generell auch an frühreifes Obst erinnern. So ergibt sich eine vielschichtige bis komplexe Säurestruktur, die die Zunge zwar vereinnahmen, aber nicht überfordern. Sehr zarte Kräuternoten im Hintergrund zeugen davon, dass auch ein wenig Hopfen im Spiel ist und runden ein sehr schönes, unglaublich angenehmes und stimmiges Profil ab. Die Faktoren Erfrischung und Trinkfreude sind bei diesem Grape Ale enorm hoch und zeugen von höchster Qualität! Im Nachtrunk wirken Säure, weinige Hefe und leicht fruchtige Herbe schön nach und man ist tatsächlich wahnsinnig beeindruckt von diesem Produkt.
Tried from Bottle on 24 Mar 2026 at 20:41

Botrytis added a new beer Alphabock by Brew Age
3 months ago


7.1/10 Appearance 7 Aroma 8.5 Flavor 7 Texture 6 Overall 6.5
Wie schön, dass sich solche Biere bei gleichbleibenden und dunklen Verhältnissen sehr gut lagern lassen...
Die Optik präsentiert sich in zart opaltrübem kastanien- bis mahagonibraun mit rotbraunen Reflexen. Die feinporige, nussbraune und wässerig-flaumige Schaumkrone wird langsam grobporiger und hält dabei mäßig gut. In der Nase vernimmt man vielfältige Noten von Karamell, leichtem Röstmalz, zartem Rauch, aber auch überreifen bis dörrobstartigen und leicht likörigen Fruchtnoten von Kirsche, Pflaume und Erdbeere. Der Antrunk kommt breit malzig, karamellig bis schokoladig, röstig herb, reiffruchtig bis dörrobstartig und likörig. Das Mundgefühl zeichnet sich durch einen vollen Körper mit sehr feiner Rezenz, seidiger Textur und röstig-herber Trockenheit aus. Geschmacklich und aromatisch wird es komplex... Einerseits röstig-herbe Noten von dunklem Karamell, dunkler Schokolade und zarter Rauchigkeit, andererseits reife, dörrobstartige bis likörige Fruchtnoten von Pflaume, Kirsche, Erdbeere, Zwetschgenröster, schokolierte Früchte bzw. schokolierte Likörfrüchte (Mon Cheri). Beachtenswert erachte ich die Tatsache, dass sich die gesamte Aromatik trotz hohem Restextrakt (lediglich 7,4 % Alkohol bei 18,0 °P) deutlich auf die herbe Seite schlägt und die Restsüße sehr gut maskiert, sodass man diese lediglich sehr subtil wahrnimmt. Inwieweit dabei die Hopfenherbe beiträgt, lässt sich bei dieser dichten Aromatik gar nicht wahrnehmen, aber ich denke, dass hier doch (vor allem mit Extrakt) im Bereich der trockenen Herbe gut dagegen gearbeitet wurde. Das Gesamtbild erscheint auf jeden Fall sehr harmonisch, ausgewogen, nobel herb und erinnert an edelherbe Pralinen, von denen man zum Genuss zwei bis drei Stück genießt, aber keine 100 g in sich hineinfuttern kann. So verhält es sich auch mit diesem Bier. Genuss auf hohem Niveau, aber eben in Maßen... Im Nachtrunk fallen die fruchtigen Noten rasch ab und hinterlassen langlebige, zartherbe und schokoladige Noten, die in einer deutlichen, unaromatischen Hopfenbittere enden.
Fazit: Ein Doppelbock mit Stärken und Schwächen... einerseits toll, dass trotz hohem Restextrakt die klebrige Süße nicht überwiegt, andererseits aber etwas unangenehm, dass der unaromatische Hopfenextrakt, welcher während des Trinkverlaufes noch gut gegen die wahrscheinlich süßliche Malzigkeit wirkt, letztendlich so durchschlägt.
Tried from Bottle on 24 Mar 2026 at 01:01

Botrytis updated a beer: Bad Santa Christmas Special Edition 2024 brewed by KALEA
3 months ago


8.8/10 Appearance 9 Aroma 7.5 Flavor 9.5 Texture 9 Overall 9
Optisch bernsteinfarben, gut abgestanden und daher praktisch klar mit sehr feiner Perlage, die sich langsam ihren Weg nach oben bahnt. Die weiße, feinporige bis cremige Schaumkrone erscheint flaumig und sehr gut haltbar. In der Nase kommt der typische, reiffruchtige Hefeduft von Banane und Birne mit leichter Würze zum Vorschein. Der Antrunk kommt wuchtig, süßlich mit breiter Weizenmalzcharakteristik, reifer Bananenromatik und leichter Gewürznelke. Der Körper zeigt sich überaus füllig, sehr fein rezent, cremig, leicht belegend, zart wärmend und absolut augewogen was Süße und Trockenheit anbelangt. Geschmacklich und aromatisch dominiert der präsente Weizenmalzkörper gemeinsam mit der satten und reiffruchtigen Hefearomatik von Banane und Birne. Passend dazu schwingt eine leichte Würze von weißem Pfeffer und Gewürznelke mit. Die sehr zarte Hopfung nimmt man dabei praktisch gar nicht wahr, dürfte aber den voluminösen Aromen doch soweit entgegenwirken, dass ein ausgewogenes Gesamtbild erscheint. Apropos Gesamtbild... überaus kräftig, voll und hocharomatisch, ohne dabei unangenehm, plump oder mastig zu wirken. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall - Ein Doppelbock mit 18,0 °P und 8,0 % Alkohol, überhaupt nicht alkoholisch oder gar spritig, sogar überaus leichtgängig - das ist Genuss pur und das hat dieser Weizendoppelbock auch schon bei einigen meiner Tastings bewiesen, indem er großen Gefallen auch in der breiteren Masse gefunden hat. Der fruchtig-hefige, süße Nachtrunk hält sehr gut und lange an und weicht sehr langsam einer zart trockenen und leicht belegenden, bananigen Herbe.
Mein Fazit: Ein unglaublich sauberer Weizendoppelbock auf sehr hohem Niveau, welcher als Genussbier absolut massentauglich ist. Ein Achterl davon zu kräftigem Bergkäse, uraltem Gouda, Käsespätzle, aber durchaus auch so einem Schokodessert und der Mensch ist glücklich.
Tried from Bottle on 24 Mar 2026 at 00:07

7.1/10 Appearance 8 Aroma 7.5 Flavor 6.5 Texture 7 Overall 7
Optisch bernsteinfarben und kräftig trüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich wässerig-flaumig und gut haltbar. In der Nase nimmt man getreidige, sehr zart rauchig-malzige und floral-honigartige Noten wahr. Der Antrunk kommt breit, getreidig, süßlich bis honigartig und leicht rauchig Malzig. Im Mund präsentiert sich ein mäßig voller Körper mit feiner Rezenz, seidiger bis leicht samtiger Textur und leichtem Hang zur Süße. Geschmacklich und aromatisch dominiert die kräftige Malzigkeit, die getreidig, süß, sehr reiffruchtig oder gar kandiert (Marille, Mango) bis floral honigartig und leicht rauchig. Aufgrund der sehr schwachen Hofpung wirkt dieses Bier vielleicht einen Tick zu plump oder mastig. Auch die Rauchnote könnte vielleicht einen Hauch ausgeprägter zur Geltung kommen. Dennoch kann man von guter und sauberer Aromatik sprechen, die gut zusammenkomponiert wurde. Im Nachtrunk halten die süßlichen, honigartigen und reiffruchtigen bzw. kandierten Noten gut und lange an und weichen zunehmend einem leicht süßlich-rauchigem, zart trockenem Finish.
Tried from Can on 23 Mar 2026 at 23:18

8.1/10 Appearance 10 Aroma 8 Flavor 8.5 Texture 6 Overall 8
Satt goldgelb bis hellbernsteinfarben und kräftig opaltrüb. Die weiße, feinporige Schaumkrone zeigt sich dabei sehr kompakt, flaumig, stabil und langlebig. Die Duftaromatik überzeugt mit frisch-fruchtigen Noten, welche tatsächlich an Birne, Stachelbeere, aber auch Kiwi, leichte Zitrusfrucht oder auch frühreife Beeren erinnern. Der Antrunk kommt frisch und leicht süßlich malzig, schlägt aber rasch in eine süßliche Fruchtigkeit bzw. fruchtige Herbe um. Im Mund präsentiert sich ein Körper mit mäßiger, sehr angenehmer Fülle, frischer, feiner Rezenz, seidiger Textur und zarter Trockenheit. Geschmacklich und aromatisch legt sich eine leicht süßliche Malzbasis aus, über der sich schöne fruchtige Noten von Birne, frühreife Marille, frühreife Beeren, Stachelbeere, Kiwi und muskatigem Wein tummeln, welche zum Teil von der Hefe, teilweise vom Hopfen stammen. Eine zart fruchtige Hopfenherbe gleicht die leichte Süße schön aus. Das ergibt ein sehr angenehmes, vielfältiges, leicht komplexes und überaus harmonisches Gesamtbild, welches auch eine ausgesprochen gute Drinkability zur Folge hat. Im Nachtrunk wirken sämtliche Aromen gemeinsam und in vollem Umfang noch sehr lange nach und gehen sehr langsam in ein zart trocken-herbes, aber dennoch fruchtiges Hopfenfinish über.
Tried from Can on 23 Mar 2026 at 22:49

Botrytis has a new beer style achievement

Level 2 for Speciality Grain ticks with a total of 10 ticks of this master style.
Braumeisteredition #85 Achilles from Camba Bavaria was the one that did it!
4 months ago